Ellwangen hat ein Herz für Insekten

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Hariolf Löffelad, Vorsitzender des Naturschutzbundes Ellwangen mit Geschäftsführer Christian Lutz und Eva Stengel vom Nabu im G
Hariolf Löffelad, Vorsitzender des Naturschutzbundes Ellwangen mit GeschÀftsfÌhrer Christian Lutz und Eva Stengel vom Nabu im Gartentreff. Hier, in der GÀrtnerei Goldammer und in der Baumschule MÌller gibt es insektenfreundliche Pflanzen und Nistkà (Foto: Nabu)
Ipf- und Jagst-Zeitung

Mehr Informationen über das Projekt „Ich blüh auf“ gibt es im Internet unter der Adresse www.nabu-ellwangen.de

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„Ich blüh’ auf – damit es wieder summt, brummt und zwitschert“ unter diesem Motto hat der Nabu Ellwangen im März eine Aktion gegen das Insektensterben gestartet. Die erste Bilanz fällt gut aus.

Bei zwei Aktionstagen wurden über 40 Nistkästen für Höhlenbrüter und Stare sowie 140 Samentüten mit Wildblumensamen verkauft. Jede Tüte reicht für 10 bis 40 Quadratmeter Bepflanzung. An ihrem Stand haben die Nabu-Mitglieder die Fragen zahlreicher Besucher beantwortet und jede Menge Informationsmaterial verteilt.

Stadtverwaltung stellt Flächen zur Verfügung

Auch die Stadtverwaltung macht bei der Aktion mit. Ein erster kleiner Anfang für dieses Frühjahr ist gemacht. So wurden dem Nabu-Vorsitzenden Hariolf Löffelad acht Grundstücke genannt, die mit drei Kilo Wildblumensamen aus dem Bestand der Stadtgärtnerei in Wildblumensäume umgewandelt werden könnten.

Zusammen wären das rund 1000 Quadratmeter, allerdings ist noch nicht bei allen Grundstücken abschließend geklärt, ob die Stadt die Pflege übernehmen wird. Weitere Flächen könnten durch ein geändertes Mäh-Management zu Blumenwiesen werden.

Samen , Pflanzen, Nistkästen und Insektenhotels

Der Gartentreff in Ellwangen und die Gärtnerei Goldammer in Tannhausen haben in ihren Verkaufsräumen jeweils eine Ecke eingerichtet, in der insektenfreundliche Pflanzen zusammengestellt sind. Dort gibt es auch Insektenhotels und ausgesuchte heimische Wildblumensamenmischungen.

Georg Müller von der Baumschule Müller in Ellwangen hat Nistkästen und berät gern, mit welchen Pflanzen, Sträucher und Bäumen der Garten im Interesse von Bienen, Wildbienen, Schmetterlingen und Vögel bepflanzt werden sollte.

Schulen legen Wildblumenwiesen an

Die Schulleitungen aller Ellwanger Schulen sind vom Nabu mit der Bitte angeschrieben worden, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Stadtverwaltung hat ihnen grünes Licht gegeben, um auf dem Schulgelände Wildblumenbereiche anzulegen. Der Naturschutzbund hofft, dass sich auch Lehrer und Schüler beteiligen. Die Aktion beschränkt sich nicht nur auf Ellwangen, Mit dabei ist auch die Gemeinschaftsschule Westhausen.

Firmen lassen es rund um ihre Gebäude blühen

Betriebsinhaber von Ellwanger Unternehmen haben Interesse daran bekundet, Grünstreifen rund um das Firmengebäude in insektenfreundliche Wildblumenwiesen umzuwandeln. Dabei berät sie der Nabu. Es können sich noch weitere Firmen melden.

Der Flyer zur Aktion wird in den kommenden Wochen im Stadtgebiet Ellwangen ausgelegt. Die Gemeinderäte werden mit einem offiziellen Schreiben über die Aktion informiert und gebeten, über die weitere Beteiligung der Stadt abzustimmen.

Jetzt soll ein Netzwerk aufgebaut werden

Alle, die in ihren Gärten Blühstreifen anlegen, Nistkästen aufhängen, Insektenhotels aufstellen können dem Nabu Fotos oder Informationen über ihre Erfolge – seien es blühende Gärten, Balkone, Terassen oder besetzte Nistkästen zukommen lassen. Sie werden im Internet und auf Facebook veröffentlicht. Der Nabu sucht noch Garten-, Balkon- und Grundstücksbesitzer, die ihre Erfahrungen teilen möchten. Er stellt dann den Kontakt zu denen her, die Rat und Hilfe brauchen, wenn es um insektenfreundliche Bepflanzungen oder den Bau von Insektenhotels geht.

Mehr Informationen über das Projekt „Ich blüh auf“ gibt es im Internet unter der Adresse www.nabu-ellwangen.de

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