Ellwangen bemüht sich um Impfstation in der Stadthalle

 Ein ständiges Impfzentrum soll ab der kommenden Woche in der Ellwanger Stadthalle eingerichtet werden. Die Impfungen sollen für
Ein ständiges Impfzentrum soll ab der kommenden Woche in der Ellwanger Stadthalle eingerichtet werden. Die Impfungen sollen für alle offen sein. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)
Redakteur Ellwangen

Ellwangen bemüht sich um ein dauerhaftes Corona-Impfzentrum in der Stadthalle. Das hat Bürgermeister Volker Grab im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats angekündigt. Ziel ist es, dass den Menschen an mehreren Tagen der Woche eine Impfung angeboten werden kann. Grab betonte, dass es wichtig sei, dass sich die Menschen impfen lassen.

Armin Burger, Chef der CDU-Fraktion im Gemeinderat, begrüßte die Bemühungen der Stadt. Er erkundigte sich jedoch danach, ob sich Impfwillige auch vor Ablauf von sechs Monaten seit der Zweitimpfung boostern lassen können. Das sei nach wie vor unklar. Weiter regte er an, den städtischen Streetworker Andreas Unseld einzusetzen, um in bestimmten Bevölkerungskreisen für die Impfung zu werben.

Bürgermeister Volker Grab sagte, Unseld sei in diesem Bereich bereits sehr aktiv. Er sei auf die Klientel zwischen 16 und 30 Jahren spezialisiert und tue viel, um diese Menschen zu einer Corona-Schutzimpfung zu bewegen. Auf die Frage zum zeitlichen Abstand zwischen der Zweit- und der Drittimpfung sagte Grab, die Empfehlung von sechs Monaten werde inzwischen nicht mehr so streng gehandhabt.

Berthold Weiß, der Vorsitzende der Grünen-Fraktion, dankte ebenfalls für diese Initiative. Er hoffe, dass auch Ungeimpfte das Angebot annehmen. Weiter fragte er, ob es Erkenntnisse über Schwerpunkte der Corona-Pandemie im Ellwanger Stadtgebiet gebe.

Hohe Inzidenz im Teilort Pfahlheim

Als einen Schwerpunkt nannte Volker Grab den Teilort Pfahlheim. Grab erklärte, Ortsvorsteher Wolfgang Seckler habe habe jüngst dargelegt, dass man in Pfahlheim eine Inzidenz von 2500 hätte, wenn man die Fallzahl auf die Größenordnung von 100 000 Einwohnern umlegen würde. Auch in Röhlingen gebe es zahlreiche Fälle, darüber hinaus seien in einer Pflegeeinrichtung einige Fälle aufgetreten. Ansonsten verteilten sich die Infektionen über die Gesamtstadt.,

SPD-Fahrensmann Herbert Hieber freute sich, dass es in Ellwangen bald ein durchgängiges Impfangebot gebe. Gleichwohl forderte er die Stadtverwaltung auf, die Impfmöglichkeiten in der Stadt noch intensiver zu kommunizieren. Auch die digitalen Kanäle müssten mit den Terminen „bespielt“ werden, forderte Hieber.

Der Mediziner Franz Josef Grill (Freie Bürger) sagte, die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfehle mittlerweile eine Auffrischung nach fünf Monaten. Vielen Impfgegnern sei aber nicht mehr mit rationalen Argumenten zu begegnen, sagte Grill. Das Thema habe bei ihnen fast schon religiöse Züge angenommen. Die höchste Inzidenz sei mittlerweile im Landkreis Rosenheim zu beobachten. Dort gebe es auch bundesweit die höchste Dichte an Heilpraktikern und Alternativmedizinern.

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