Eiskaltes Sechtawasser und entstaubte Masken

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hafi

Das Wilde Heer aus Röhlingen hat sich am Sonntag zum Maskenabstauben im Narrenstall mit anschließender Mitgliederversammlung getroffen. Zuvor ist Pius Brenner als neues Mitglied mit kaltem Sechtawasser getauft worden.

Die Mitglieder des Wilden Heers aus Röhlingen sind ein eingeschworener Haufen. Zur Taufe des neuen Mitglieds Pius Brenner durch den Taufpaten Lukas Fischer mit Sechtawasser haben sie sich auf der Brücke versammelt, um diesem Brauch beizuwohnen. Am Lagerfeuer und erhellt von vielen Fackeln wurde die Taufe direkt am Fluss vollzogen und Täufling Pius Brenner schlotterte nicht schlecht, als er einen ganzen Eimer Sechtawasser über den Kopf geschüttet bekam. Wie es Brauch ist bei einer Taufe, verlas Maskenmeister Roland Maierhöfer die Geschichte vom grünen Jäger und dem Wilden Heer.

Danach zog das Wilde Heer unter Fackelschein in den Narrenstall, um beim Maskenabstauben dabei zu sein und diese für die Saison in Empfang zu nehmen. Ein feierlicher Akt, bei dem mehrmals „Hoho, Hoho, Hoho – Bin au scho wieder do“ gerufen wurde. Bei der Mitgliederversammlung jedoch schaute Chronist Martin Ziegelbauer zuerst einmal zurück auf die vergangene Saison. Er ließ das Jahr 2019 Revue passieren. Maskenmeister Roland Maierhöfer verlas anstehende Termine der neuen Saison und hob dabei die Party des Wilden Heers am Samstag, 18. Januar, zum 22. Geburtstag heraus. Ebenso nimmt das Wilde Heer am Faschingsumzug in Röhlingen am Sonntag, 2. Februar, teil. Viele weitere in der Region werden folgen unter anderem der des LWK (Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine) in Murrhardt.

Schatzmeisterin Katrin Walter berichtete von einem soliden Kassenstand. Dieser sei nur möglich gewesen, weil viele Sponsoren daran beteiligt waren. Beisitzer Ludwig Kurz, ein Urgestein des Wilden Heers, wurde als Beisitzer mit einem Geschenk verabschiedet. Ihm folgt Günter Schürlein. Neue Kassenprüferin ist Julia Abele.

Röhlingens Ortsvorsteher Walter Schlotter bedankte sich für die Arbeit des wilden Heers, bemerkte aber schmunzelnd, dass er zum 22-jährigen Bestehen, das groß gefeiert wird, einen höheren Narrenbaum erwartet hätte. Sieben Meter seien für dieses Jahr einfach zu wenig. Er dankte Ludwig Kurz für seine engagierte Arbeit und gratulierte Günter Schürlein für das neue Amt des Beisitzers in der Vorstandschaft. Als Dank überreichte Schlotter einen Gutschein an Maskenmeister Roland Maierhöfer.

Der Präsident der RöSeNa (Röhlinger Sechtanarren), Roland Brenner, bedankte sich beim Wilden Heer. „Ihr seid ein tolles Team und es ist bewundernswert, mit welchem Spaß und Elan ihr die Ortschaft Röhlingen bei Umzügen in der ganzen Region vertretet.“ Brenner blickte auf den Röhlinger Faschingsumzug, der alle fünf Jahre stattfindet. Für dieses Jahr, am Sonntag, 2. Februar, haben sich 64 Gruppen mit 3400 Teilnehmern angemeldet. Es gibt ein Partydorf und vieles mehr. Wie eng der Zusammenhalt im Wilden Heer ist, zeigte sich bei den Ehrungen, denn vom Gründungsjahr 1997 sind immer noch mehrere Mitglieder dabei. Sie wurden unter dem Beifall aller Mitglieder ausgezeichnet.

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