Ein Zug namens Ellwangen

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So viel Gedränge ist sonst nie am Bahnhof Ellwangen: Am Samstagvormittag ist hier ein ICE auf den Namen Ellwangen getauft worden. (Foto: Thomas Siedler)
Schwäbische Zeitung

(R.) – Überpünktlich ist er gewesen, der noch namenlose ICE, der kurz vor 11.30 Uhr in den Ellwanger Bahnhof einfuhr. Gleis 1 war schon eine halbe Stunde vor seiner Ankunft schwarz vor Menschen. Sie alle waren gekommen, um diesen historischen Moment, der in die Stadtgeschichte eingehen wird, mitzuerleben: die Taufe eines ICE auf den Namen „Ellwangen“.

Oberbürgermeister Karl Hilsenbek hat pünktlich zum Stadtjubiläum erreicht, was 400 seiner Amtskollegen auch gerne hätten: einen ICE, der den Namen „seiner“ Stadt trägt. Der 185 Meter lange, moderne und mit vielen Extras ausgestattete Zug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern  ist künftig als Ellwangens Botschafter in Deutschland und Europa unterwegs.

Gemeinsam mit Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Baden-Württemberg, und Georg Brunnhuber, Leiter für Wirtschaft, Politik und Regulierung Deutsche Bahn AG, taufte der OB den stromlinienförmigen Zug, wie es sich für einen sparsamen Schwaben gehört: mit einigen Tropfen Sekt aus seinem Glas. „Dieser Zug ist uns viel zu wertvoll, als dass wir zur Taufe eine Flasche Sekt zerdeppern“, befand der OB. „Ellwangen ist am Zug – und zwar sichtbar“.

Der Name des Zugs mit dem Ellwanger Stadtwappen ist auf beiden Seiten am Zugende angebracht. Im Ellwanger Rathaus hängt jetzt das Zugschild, das Georg Brunnhuber dem OB symbolisch überreichte. Eine Dreiviertelstunde stand er dann noch am Gleis 1, der frisch gekürte ICE Ellwangen, und konnte von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, deren Namen er trägt, besichtigt werden.

Einen ausführlichen Bericht über die Zugtaufe lesen Sie in unserer Montagsausgabe.  

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