Ein Wochenende der Freundschaft

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Das Musikschulorchester Abbiategrasso-Ellwangen und das Gitarrenduo Annika Deis und Marie-Luise Stock in Aktion.
Das Musikschulorchester Abbiategrasso-Ellwangen und das Gitarrenduo Annika Deis und Marie-Luise Stock in Aktion. (Foto: privat)

Am vergangenen Donnerstagist die viertägige Konzertreise der Musikschule Ellwangen mit dem Ziel Abbiategrasso gestartet.

Die Unterstufe des Jugendblasorchesters (Leitung Wendelin Dauser), das Holzbläser-ensemble „Abbiate“ (Leitung Gernot Stepper), Blockflötenlehrerin Diana Meyer und etliche Schülerinnen und Schülern der Gitarren- und Streicherklassen der Musikschule erreichten am Donnerstagabend begleitet von Eltern und dem Ehepaar Langer die Partnerstadt. Die 30 Ellwanger Schüler waren bei Gastfamilien untergebracht, die die Jugendlichen bestens versorgten und sich um die Fahrten zum „Konzert zur Marktzeit“ vor dem Rathaus oder zu gemeinsamen Probe mit den Schülern des Laboratorio Musicale, unter der Leitung des italienischen Kollegen Michele Fagnani, kümmerten.

Musikschulen pflegen Freundschaft seit über 20 Jahren

Dieses Orchester der beiden Musikschulen eröffnete auch am Samstagabend vor dem vollbesetzten Innenhof der Kirche Santa Maria Nuova mit den beiden Nationalhymen das große gemeinsame Konzert. Musikschulleiter Moritz von Woellwarth als Dirigent der Italienischen und Michele Fagnani mit der Deutschen Hymne unterstrichen die große Freundschaft der beiden Partnerstädte in Anwesenheit des ehemaligen Bürgermeisters Roberto Albetti und des amtierenden Bürgermeisters Cesare Nai. Die Kulturamtsleiterin Pogi, dankte den Schulen und ihren Lehrkräften, Eltern und nicht zuletzt den Schülerinnen und Schülern für das außergewöhnliche Engagement, das weit über das gemeinsame Musizieren hinaus tiefe Verbindungen schaffe. Musikschulleiterin Daniela Salmoiraghi und Moritz von Woellwarth bekräftigten in ihren Grußworten die langjährige Musikschulpartnerschaft, die vor über 20 Jahren geschlossen wurde, und betonten die Bedeutung des kulturellen Engagements für ein verständnisvolles und friedliches europäisches Miteinander.

Der Konzertabend nahm danach unter abwechselnder Leitung von Michele Fagnani und Wendelin Dauser dann richtig Fahrt auf. Das Unterstufenorchester startete die musikalische Rakete „Apollo 11“, ein komplexes Werk mit sprühenden musikalischen Einfällen, farbenreich und hochmusikalisch interpretiert. Eine Gitarrenballade von John Dowland gespielt von Annika Deis und Marie-Luise Stock und die Bearbeitung einer Orgelsonate von Johann Melchior Dreyer mit Leonie Rathgeb, Elenor und Luzia Englerth an den Violinen sorgten für sinnliche Momente. Mit der Verbindung eines Rondos von Henry Purcell und dem modernen „Ragtime in Rio“ begeisterte das Holzbläserensemble „Abbiate“ mit dem jungen Ludwig Behr am Schlagzeug.

Publikum forderte enthusiastisch eine Zugabe

Im großen Finale kamen die jungen Musikerinnen und Musiker beider Länder nochmals zusammen. Extra für diesen Konzertabend arrangierte Michele Fagnani Melodien der italienischen Filmmusikmeister Nino Rota und Ennio Morricone, die von den rund 100 Jugendlichen mit Bravour dargebracht wurden.

Das Publikum forderte enthusiastisch eine Zugabe und zur Belohnung wurden die Jugendlichen mit einem für sie ausgerichteten Empfang geehrt, bei welchem der liebevoll mit beiden Musikschullogos verzierte Kuchen, ein Geschenk einer Konditorei aus Abbiategrasso, bis auf den letzten Krümmel verspeist wurde.

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