Ein „Sommernachtstraum“ geht in Erfüllung

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Die Theatermenschen produzieren zusammen mit der Urban-Dance-Crew Keraamika Shakespeares „Sommernachtstraum“. Roman Proskurin,
Die Theatermenschen produzieren zusammen mit der Urban-Dance-Crew Keraamika Shakespeares „Sommernachtstraum“. Roman Proskurin, Claudia Schreiner-Braun, Andreas Müller und Diana Scherer (von links) informierten darüber im Palais Adelmann. (Foto: Josef Schneider)

William Shakespeare aufzuführen, davon haben die Theatermenschen schon seit vielen Jahren geträumt. In diesem Jahr wird der „Sommernachtstraum“ endlich Wirklichkeit. Und da gemeinsame Träume am schönsten sind, haben die Theatermenschen für die sechs Aufführungen die Urban-Dance-Crew Keraamika mit ins Boot geholt. Premiere ist am Mittwoch, 26. Juli, in der Theatersenke auf dem Schloss.

Die Kulturinitiative Sommer in der Stadt gibt es seit 20 Jahren, den Verein Theatermenschen seit 15 Jahren und die Urban-Dance-Crew Keraamika seit fünf Jahren. Diese drei Jubiläen haben die Theatermenschen und Keraamika zum Anlass genommen, ihren Fans etwas Besonderes zu bieten: einen Sommernachtstraum eben.

Für die Realisierung dieses Traums proben die Theatermenschen, so die Vorsitzende Claudia Schreiner-Braun und Diana Scherer (Marketing), seit Mitte März ein Mal pro Woche im Jugendzentrum; ab Mai werden es zwei Proben wöchentlich sein. Auch diverse Probenwochenenden sind angesagt.

Im Elfenwald wird viel getanzt

So gibt es im Mai ein Wochenende, bei dem Tänzer und Darsteller erstmals gemeinsam üben. Roman Proskurin von Keraamika ist sich sicher, dass dann ein kleines Feuerwerk abgeht, „bei so viel Vorarbeit“. Denn auch seine Gruppierung bereitet sich auf das Sommer-Event intensiv vor, in der eigenen Tanzschule, dem House of Dance in der Aalener Bahnhofstraße, und im DRK-Heim in der Dalkinger Straße in Ellwangen. „Wir haben unser siebtes Training am 8. April“, verrät Roman Proskurin: „Da trainieren wir mit 35 Leuten.“ Manche von ihnen seien Reservetänzer, es werde Doppelbesetzungen geben.

„Es wird ganz viel getanzt“, verspricht Regisseur Andreas Müller. Auf die Gruppe Keraamika wurde er durch ihre Tanzgala „Imagine“ Ende 2015 aufmerksam. Müller betont, dass es kein Theaterstück mit Tanzeinlagen wird, Keraamika sei immer präsent. So wird die Elfenwelt getanzt. Tänzer bilden auch andere Kulissen oder stellen eine Art Landschaften dar. Roman Proskurin schlüpft in die Rolle von Puck, dem Narr des Elfenkönigs Oberon. Ziel sei es, so Shakespeare-Fan Müller, dass sich die beiden Ensembles verzahnen. So werden einige Theatermenschen mittanzen.

„Es ist ein Experiment“, sagt Müller. Die Herausforderung bestehe darin, Shakespeares altes Englisch in Versform in normales, verständliches, lebendiges Deutsch umzusetzen. So werden ganze Verse oder auch Bilder ersatzlos gestrichen. Dabei soll die Theaterproduktion nicht elitär wirken. Denn auch Menschen, die sonst nicht ins Theater gehen, sollen sich bei dem Stück amüsieren können. „Ziel ist es, niemanden außen vor zu lassen“, so Müller.

Shakespeares Komödie besteht aus vier Gruppen: dem Herrscherpaar, den Liebenden, den Elfen und den Handwerkern. 15 Theatermenschen haben Sprech- und Spielrollen. Einige Rollen sind doppelt besetzt. Als junge Liebespaare sind zu sehen: Lars Eberhard (Lysander), Leonie Klugseder und Verena Ehret als Hermia, Verena Wölfle und Michaela Fuchs als Helena sowie Julian Krockenberger als Demetrius. Silvia Rommel spielt die Elfenkönigin Titania, Peter Mennicken den Elfenkönig Oberon.

Die sechs Aufführungen von Shakespeares „Sommernachtstraum“ sind am Mittwoch, 26. Juli, Freitag, 28. Juli (jeweils 20 Uhr), Sonntag, 30. Juli (18 Uhr), Mittwoch, 2. August, Freitag, 4. August, und Samstag, 5. August, jeweils um 20 Uhr, in der The-atersenke auf dem Ellwanger Schloss. Bei schlechtem Wetter wird in den Schafstall auf dem Schloss ausgewichen. Pro Aufführung gibt es maximal 350 Sitzplätze.

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