Ein Haus für Kunst, Musik und Kultur

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 Das imposante Haus B im Spitalhof mitten in der Dinkelsbühler Altstadt wird zukünftig ein Ort der generationenübergreifenden Ku
Das imposante Haus B im Spitalhof mitten in der Dinkelsbühler Altstadt wird zukünftig ein Ort der generationenübergreifenden Kunst, Musik und Kultur. Der Startschuss für die Planungen zur Sanierung ist mit dem Stadtratsbeschluss nun im Juli gefallen. (Foto: Andrea Denzinger)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Stadt Dinkelsbühl freut sich über die Sanierung und über die neue Nutzung eines großen Hauses der historischen Hospitalanlage mitten in der Altstadt. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert soll generalsaniert und danach zu einem generationenübergreifenden Treff werden, in dem Kunst, Kultur und Musik zuhause sind.

Was lange Jahre wegen hohen Kosten von rund sechs Millionen Euro finanziell unmöglich erschien, kann nun umgesetzt werden – dank einer öffentlichen Förderung von über vier Millionen Euro und dank der größten jemals für Dinkelsbühl gegebenen privaten Spende von einer Million US-Dollar.

„Musikprobenräume, soziale Einrichtungen, die Volkshochschule, der Seniorenbeirat, unser Theater – das Haus wird nach der Sanierung mit viel Leben gefüllt sein. Kinder und Jugendliche, aber auch Senioren können tagtäglich wieder in diesem mittelalterlichen Hochhaus in unserer historischen Hospitalanlage ein- und ausgehen“, freut sich Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer auch über die Erfüllung des Zwecks der städtischen Hospitalstiftung, in deren Besitz dieses sogenannte Haus B ist.

Alle Voruntersuchungen unter anderem zu Statik, Mauerwerk und Historie wurden seit 2018 bereits gemacht und das daraus hervorgegangene Sanierungskonzept hat die Regierung positiv bewertet. Es ist mit einer staatlichen Förderung in Millionenhöhe zu rechnen. „Hoch erfreulich ist zudem eine private Spende in einer gigantischen Höhe von einer Millionen Dollar“, so Hammer.

Eine gebürtige Dinkelsbühlerin, die in den USA lebt und nicht zuletzt über ihren Neffen noch Kontakt nach Dinkelsbühl hat, möchte das Projekt privat mit einer Spende von über einer Millionen Dollar unterstützen. „Damit muss unsere Stadt nur gut 330 000 Euro Eigenmittel für dieses Projekt ausgeben und bekommt ein für sechs Millionen Euro generalsaniertes Haus. Das ist eine einmalige Sache“, macht der Oberbürgermeister deutlich.

Unter diesen Voraussetzungen hat der Dinkelsbühler Stadt in seiner letzten Sitzung für dieses Projekt natürlich grünes Licht gegeben, sodass die Planungen für die Sanierung jetzt losgehen können. Ein Architektenbüro wird mit der Planung und Durchführung der Sanierungsmaßnahmen beauftragt. Nahezu alle historischen Elemente sollen repariert und erhalten werden. Ebenso wird nicht in die historische Raumstruktur eingegriffen. Rund 25 Räume auf drei Geschosse stehen in dem Haus dann künftig zur Verfügung.

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