Eigenzeller Ski-Club feiert 30-jähriges Bestehen

Lesedauer: 6 Min
Den Ski-Club Virngrund Eigenzell gibt es seit 30 Jahren. Aus einem reinen Wintersportverein ist ein Ganzjahressportverein mit ei
Den Ski-Club Virngrund Eigenzell gibt es seit 30 Jahren. Aus einem reinen Wintersportverein ist ein Ganzjahressportverein mit einem attraktiven Sommerprogramm geworden. (Foto: Markus Frey)
Freier Mitarbeiter

Der Ski-Club Virngrund Eigenzell feiert mit dieser Wintersaison sein 30-jähriges Bestehen. Dazu gibt es bei den Ausfahrten Jubiläumsangebote. Saisonauftakt mit Musik, Essen, Trinken, Après-Ski-Stimmung sowie Informationen über die Winterangebote und Anmeldestart war am 20. Oktober in der Pflanzschule in Stocken.

Der Ski-Club Virngrund Eigenzell ist seit Februar 1989 eigenständig. Zuvor war er eine Abteilung der DJK Eigenzell. Da das 25-jährige Bestehen mit einem Festakt gefeiert wurde, verzichtet der Verein dieses Mal auf ein solches Ereignis.

Der Vorsitzende des Ski-Club Virngrund Eigenzell, Markus Frey, und Skischulleiter Jürgen Tschunko gingen bei einem Pressegespräch auf die stetige Entwicklung des Vereins ein. 15 Jahre nach Gründung hatte der Skiclub 300 Mitglieder, fünf Jahre später 400, beim 25-jährigen Jubiläum 480 und jetzt über 550 Mitglieder. „Wir haben ein stetiges Wachstum, obwohl wir keine aktive Mitgliederwerbung betreiben“, freut sich Tschunko. Und er verrät, dass der Skiclub in diesen 30 Jahren bei Ausfahrten und bei Skikursen in heimischem Gelände, sprich in Hintersteinbach bei Stödtlen und in Hohenberg, insgesamt circa 30 000 Teilnehmer hatte. Der Verein hat eine zertifizierte Ski- und Snowboardschule im Deutschen Skiverband (DSV), sie ist im Aalener und Ellwanger Raum die einzige.

Tschunko: Skikurse sind das A und O

„Unser A und O sind die Skikurse“, sagt Tschunko mit Blick auf die seit 1992/1993 bestehenden Intensivkurse im Allgäu, aber auch mit Blick auf Kurse bei jeder Ausfahrt: „Wir wollen den Leuten Ski und Snowboard beibringen. Skilehrer sind immer mit dabei.“ An den Intensivkursen nehmen jeweils 150 bis 170 Personen teil, einschließlich Lehrkräfte und Servicepersonal, gefahren wird mit drei Bussen. Nachwuchs zu generieren, steht im Mittelpunkt. Pro Skilehrer sind es maximal acht Schüler. Für den Fachbereich Snowboard ist Tobias Brunner verantwortlich.

In der kommenden Saison, die von November bis April geht, gibt es zwölf Ausfahrten. Darunter sind Angebote für jede Interessens- und jede Altersklasse, so für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien und fürs Partyvolk. Neu ist seit dem vergangenen Jahr die „Generation 50 plus“. So gibt es gelenkschonende und kraftsparende Angebote für Menschen mit Handicap oder konditionellen Problemen. „Wir legen Wert auf das Thema Sicherheit im Schneesport“, freut sich Markus Frey, dass bei den Ausfahrten keine Person dabei ist, die ohne Helm fährt.

Die zweitägige Ausfahrt ins Zillertal, die es von Anfang an gibt, ist inzwischen zur Kultausfahrt geworden. Seit 2001 gibt es die Eventausfahrt nach Ischgl, mit Après-Ski. Neu in dieser Saison ist eine Tagesausfahrt für Familien in ein familienfreundliches Skigebiet.

Über 20 Ski- und Snowboardlehrer

Der Eigenzeller Skiclub hat knapp über 20 Ski- und 14 Snowboardlehrer. Mit Stefan Jenewein und Benedikt Weinelt ist darunter auch ein Bundes- beziehungsweise ein Landesausbilder. Die Lehrkräfte werden regelmäßig intern geschult und nehmen jedes Jahr drei Tage im Stubaier Gletscher an Fortbildungen des Verbandes teil, um im Bereich des Skifahrens und Snowboardens methodisch, praktisch und theoretisch immer auf dem aktuellen Stand zu sein. „Wir wollen einfach eine Qualität abliefern“, so Tschunko. Der Verein ist seit vier Jahren auch Mitorganisator des Wintersporttages des Jakobus-Gymnasiums Abtsgmünd, mit circa 300 Teilnehmern.

Der Ski-Club Virngrund Eigenzell ist nicht nur im Winter aktiv, auch in den Sommermonaten bietet er ein umfangreiches Programm. „Wir sind ein Ganzjahresverein“, berichtet Markus Frey von der Weiterentwicklung vom reinen Wintersportverein zum Ganzjahressportverein: „Da legen wir inzwischen auch Wert darauf.“ Und er konkretisiert: „Wir decken im Sommer Nischen ab.“ So gibt es inzwischen mehrere Rennradgruppen in unterschiedlichen Leistungsklassen, einen Walkingtreff und seit vier Jahren Mountainbiking. Weitere Angebote im Sommer sind Inlinekurse, Klettern im Eselsburger Tal, Kanufahren auf der Altmühl, Wandern, Schanzenspringen in Degenfeld, Zelten am Hammerschmiedesee sowie Wasserski und Wakeboarden. „Solche Nischen passen ganz gut zu uns und zum Wintersport, weil es Konditions- und Krafttraining ist“, meint Frey. Denn dem Verein sei es wichtig, keine Konkurrenz zu anderen Vereinen zu machen. Skischulleiter Jürgen Tschunko drückt es so aus: „Wir versuchen, die Leute, die im Winter dabei sind, auch im Sommer an uns zu binden, damit sie auch über den Sommer fit bleiben.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen