Die bunte Welt der alamannischen Stoffe

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 Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, zeigen Handwerkerinnen, wie Alamannen ihre Stoffe hergestellt und gefärbt haben.
Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, zeigen Handwerkerinnen, wie Alamannen ihre Stoffe hergestellt und gefärbt haben. (Foto: ame)
Schwäbische Zeitung

Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, findet das Ellwanger Alamannen-Forum statt. Dieses Mal steht die Textilerzeugung bei den Alamannen im Mittelpunkt. An diesem Wochenende beleben verschiedene Darsteller das Alamannenmuseum und zeigen ihre Kunst. Die Besucher finden an Themenstationen viel Wissenswertes zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben.

Als Vorgeschmack auf die Sonderausstellung „Textil“ im Jahr 2020 beschäftigt sich das Alamannen-Forum mit der bunten Welt der Stoffe von der Antike bis zum Übergang ins Mittelalter. In Präsentationen und Handwerksvorführungen wird die modische Welt der Alamannen wieder lebendig. Die Römer nannten sie – die Germanen – Barbaren. Besonders barbarisch waren die Beinkleider der Männer, die Hosen. Die römischen Legionäre lernten aber sehr schnell den Nutzen dieses Kleidungsstückes im kalten Germanien zu schätzen.

Bei den Alamannen war die Textilproduktion reine Handarbeit. Es gab keine Maschinen, aber viele Spezialwerkzeuge, die für die Garn- und Textilerzeugung verwendet wurden. Als Ausgangsmaterial griff man auf Rohstoffe aus der Natur zurück. Viele dieser Werkzeuge haben sich bis heute kaum verändert. Nur die Materialien haben sich gewandelt.

Man kann sich heute kaum noch vorstellen, wie viel Arbeit in einem einzigen Kleidungsstück steckt. Bis die Wolle vom Schaf zu einem Stück Stoff wird, muss sie vorbereitet, versponnen und verwoben werden. Wie das geht, zeigen Expertinnen. Die modische Welt der Alamannen war bunt oder auch elegant. Wer es sich leisten konnte, zeigt das mit seiner Kleidung. Wie schrilles Orange oder knalliges Rot ohne moderne Chemie zustande kommt, wird ebenfalls vorgeführt, die Handwerker und Darsteller zeigen und erklären den Zuschauern ihre Tätigkeiten.

Bei dieser Veranstaltung ist nur der übliche Eintritt zu entrichten,

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