Die besten Dance Crews Europas kommen

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Die Stadt und die Urban Dance Crew Keraamika organisieren am 24. September die erste european Dance Competition The Guardian im
Die Stadt und die Urban Dance Crew Keraamika organisieren am 24. September die erste european Dance Competition The Guardian im Schafstall im Schloss. (Foto: Archiv- Thomas Siedler)
Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

Urban Dance ist mitreißend. Das zeigt die Dance Crew Keraamika bei jedem Auftritt. Jetzt haben sich die Tänzer um Roman Prosukurin und die Stadt zusammengetan und gemeinsam etwas Neues entwickelt: Einen Tanzwettstreit, bei dem die Besten ihrer Zunft antreten, aber auch Newcomer eine Chance haben: The Guardian. Premiere ist am Samstag, 24. September, im Schafstall im Schloss. Nachmittags ist der Vorentscheid, abends die Endrunde.

Was die Ellwanger Dance-Crew Keraamika auf die Beine stellt, hat Klasse. Das war bei der Abschlussveranstaltung des Stadtjubiläums so und erst recht bei der Gala „Imagine“ in der Stadthalle. Jetzt also ein Wettbewerb und gleich ein großer, denn was im Schafstall steigt, ist eine European Dance Competition, die, wenn sie gut ankommt, jedes Jahr über die Bühne gehen soll.

Um Urban Dance toll zu finden, muss man weder Hip-Hopper noch Breakdance-Fan zu sein. Musik, Licht und Choreographie sind einfach mitreißend – und wirken unabhängig vom Alter. Der Keraamika-Auftritt bei „Carmina Burana“ des Oratorienchors war genauso umjubelt, wie bei der eigenen Gala „Imagine“ in der Stadthalle.

Urban Dance kommt aus vom Breakdance. Und der hat in Ellwangen viele Anhänger. Bei der mobilen Jugendarbeit des Roten Kreuzes im Goldrain gibt es gleich mehrere Tanzgruppen. Und in den Schulen Arbeitsgemeinschaften. Für die Jugendbeauftragte Nicole Bühler ist Urban Dance ein guter Weg, junge Leute dazu zu bringen, sich zu bewegen. Und für Olaf Thielke vom Kulturamt eine Chance, die städtische Kulturarbeit für Neues zu öffnen.

Und so sollen auch die Jugendlichen aus der Umgebung eine Chance haben, bei The Guardian dabei zu sein. Im Goldrain werde schon heftig trainiert, sagt Roman Proskurin, der in die Organisation eingebunden ist – ehrenamtlich. Dabei fließt auch viel von seiner Erfahrung ein, denn Keraamika hat schon bei vielen Wettbewerben mitgemacht. Einen Wettbewerb, der den Nachwuchs anspricht, gebe es noch nicht, sagt Proskurin.

Die Jugendlichensollen mit ins Boot

„Wir hätten auch die Elite einladen und ein Feuerwerk zünden können.“ Aber das wollten weder Proskurin noch die Stadt. Die Jugendlichen sollen mit ins Boot, als Tänzer, als Helfer beim Auf- und Abbau und als Musiker. Denn mit dabei sind das Jugendblasorchester, das Percussion-Ensemble und Cellikatessen mit Musikschülern aus ganz Ostwürttemberg

Die Tänzer sollen Ellwangen in guter Erinnerung behalten. Deshalb halten sich die Anmeldegebühren in Grenzen, es gibt günstige Übernachtungsmöglichkeiten im Wagnershof und in der „Rose“ in Schrezheim. Und die Betreuung soll persönlich sein, damit alle gerne wiederkommen. Denn als neuer Wettbewerb am Urban-Dance-Himmel muss sich The Guardian erst einmal etablieren.

Es gibt zwei Disziplinen: Den Show Contest, bei dem die Dance Crews ihre Choreographie vortanzen. Und Live Music Experience. Dabei improvisieren zwei, drei oder mehr Tänzerinnen und Tänzer zur Musik von Cellikatessen. Keraamika hat schon viel mit Cellikatessen zusammengearbeitet, das Programm für „Imagine“ haben beide gemeinsam entwickelt. Und diese Improvisation hat so viel Spaß gemacht, dass sie nun Bestandteil des Wettbewerbs wird.

Am Nachmittag des 24. September beginnt um 14 Uhr der Vorentscheid. Dabei treten die Dance Crews gegeneinander an. Die vier besten in beiden Disziplinen stellen sich dann am Abend erneut der Jury – und der europäischen Tanzelite. Diese Tanzcrews sucht Proskurin aus den europaweit besten Crews aus, die dann von Keraamika eingeladen werden. Zusagen gibt es bereits aus Italien, Frankreich, Belgien, Polen, Holland, der Schweiz und Österreich.

The Guardian soll ein Tanzwettbewerb für alle werden. Das schlägt sich auch bei den Eintrittspreisen nieder. Nachmittags kostet es 10 Euro, abends je nach Kategorie 19, 24 und 29 Euro. Ganz kostendeckend wird die Veranstaltung wohl nicht werden, auch nicht, wenn sie ausverkauft ist, sagt Olaf Thielke. Das Geld ist im Haushalt eingestellt.

Karten gibt es in der Tourist-Info im Rathaus und im Internet bei reservix.de.

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