Der Verkehr in der Bahnhofstraße rollt wieder

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Freuten sich über den Abschluss der Bauarbeiten, von links: Bürgermeister Volker Grab, Francisca Bihlmaier von den Stadtlandinge
Freuten sich über den Abschluss der Bauarbeiten, von links: Bürgermeister Volker Grab, Francisca Bihlmaier von den Stadtlandingenieuren Ellwangen, Walter Bortolazzi und Tiefbauamtsleiter Marco Pilenza. (Foto: R.)
Petra Rapp-Neumann

Die letzte Asphaltschicht ist aufgetragen, die Markierungen sind angebracht: Am Freitag ist der Kreisverkehr bei den Stadtwerken (wir berichteten mehrfach) offiziell freigegeben worden. Tiefbauamt, Stadtwerke, die Ellwanger Stadtlandingenieure und das Bopfinger Bauunternehmen Bortolazzi haben eng zusammengearbeitet, damit die Bauarbeiten pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen waren. Jetzt kann der Verkehr in der Bahnhofstraße wieder rollen. Spezielle Randsteine an den vier Meter breiten Fußgänger-Überwegen bringen Rollstuhlfahrern und Sehbehinderten größtmögliche Sicherheit. Künstlerische Gestaltung durch die Stadtwerke und Bepflanzung folgen später.

Mehr als 2000 Quadratmeter Asphalt wurden aufgetragen. „Die meisten Arbeiten fanden allerdings unterirdisch statt“, verrät Firmenchef Walter Bortolazzi. Es wurden 340 Meter Leerrohre fürs schnelle Internet und 320 Meter Kabel für die Beleuchtung verlegt. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 630 000 Euro. „Mehr als die Hälfte, nämlich 318 500 Euro, haben wir vom Land als Zuschuss erhalten“, freut sich Bürgermeister Volker Grab.

Bei den Bordsteinen ist die Stadt bewusst neue Wege gegangen, um unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Die Randsteine wurden nicht in ein Fundament eingesetzt, sondern auf den Asphalt geklebt. Für Blinde sind sie sechs Zentimeter hoch, damit sie mit dem Taststock den Gehweg von der Straße unterscheiden können. Für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Senioren mit Rollator wurden sie barrierefrei auf null abgesenkt.

Grab: „Ein Meilenstein in der Radverkehrsentwicklung“

Auch Radfahrer profitieren vom neuen Kreisverkehr an der bisherigen Kreuzung Bahnhofstraße / Gerhart-Hauptmann-Straße / Daimlerstraße. Umständliches Ab- und wieder Aufsteigen entfällt jetzt. Radfahrer können den Kreisverkehr auf dem 1,50 Meter breiten Radweg zügig passieren und dann von der Straße in den Rad- und Gehweg einbiegen: „Das ist ein Meilenstein in der Radverkehrsentwicklung“, so Grab. Im nächsten Jahr, so Tiefbauamtsleiter Marco Pilenza, soll die AOK-Kreuzung in ähnlicher Weise umgestaltet werden.

Mit dem Kreisverkehr sind die Vorarbeiten für das neue Geschäftshaus mit tegut-Supermarkt und Parkdecks auf dem Gelände der ehemaligen Panzerverladerampe abgeschlossen. Das soll wie geplant 2019 entstehen.

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