Das Ellwanger Kinderfest ist eine Wucht

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Schießwasen wird zum Kinderparadies
Beim Elchschießen müssen keine röhrenden Tiere dran glauben. Das ist bereits Tradition beim Ellwanger Kinderfest.

Eine Wucht ist am Freitagnachmittag das Kinderfest auf dem Schießwasen gewesen. Stadtlauf, Elchschießen, Ponyreiten und eine reizvolle Spielstation neben der anderen: Was für ein riesiges Angebot für Groß und Klein. Kein Wunder, dass das Gewusel groß war.

Mehr als 620 Anmeldungen bereits im Voraus: „Noch nie waren es so viele“, freute sich Nicole Bühler, die städtische Beauftragte für Familien, Frauen und Jugend, bei der die Kinderfest-Fäden zusammenlaufen, seit es vor vier Jahren auf den Schießwasen verlegt wurde. Oberbürgermeister Karl Hilsenbek verkündete bei seiner Begrüßung übers Mikrofon, damit auch alle es hören: „Es ist toll, dass das Kinderfest auf dem künftigen Landesgartenschaugelände stattfindet.“ Und bekräftigte am Rande: „Wir haben uns beworben, weil wir die Landesgartenschau machen wollen. Wir haben den Zuschlag erhalten, und jetzt machen wir es auch.“ Er werde jedenfalls im Gemeinderat den Antrag auf einen Annahmebeschluss stellen und hoffe auf eine satte Mehrheit.

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Die Kinder an der Startlinie des Stadtlaufs kümmerte das wenig, sie fieberten nur einem Signal entgegen: „Auf die Plätze, fertig, los!“, um loszuspurten für die Runde oder die Runden um den Schießwasen, angefeuert von Eltern, Großeltern, Freunden oder Lehrern. Sogar die viereinhalbjährige Sienna rannte die 300 Meter, begleitet von ihrem Papa, und bekam dafür einen extra Applaus.

Klassenweise pilgerten Jungs und Mädchen derweil zum traditionellen Elchschießen ins Schützenhaus der Schützengilde. Die Armbrust an die Schulter gestützt, den Blick durch Kimme und Korn auf die Zielscheibe gerichtet: „Ich kenne das schon“, verkündete die elfjährige Nina vom Hariolf-Gymnasium fröhlich und drückte selbstbewusst ab. Die angenehme Kühle im Schießstand half bei der Konzentration.

Draußen in der Hitze lockten unglaubliche 32 Spielstationen, vom Ponyreiten des Jagsttalhofs über eine Kletterwand bis zum Baseball-Schnuppern, zum Gartenzwerge-Taxi oder Kistenrutschen. „Es ist toll, wie viele Vereine, Schüler, Lehrer, städtische Mitarbeiter und viele andere hier freiwillig ehrenamtlich mithelfen“, begeisterte sich Nicole Bühler. „Es gibt jedes Jahr mehr und neue Angebote.“

Die Sieger des offenen Stadtlaufs

Und jedes Jahr neue Sieger. Beim offenen Stadtlauf sind dies: Jahrgang 2010 und jünger: 1. Johannes Oelgray, Maximilian Binder und Nina Erbe, 2. Leonardo Ipetro und Selina Turtku, 3. Noel Leon Haug und Pauline Oder. Beim Jahrgang 2008 und 2009: 1. Max Heinz und Hanna Kucher, 2. Luis Engel, Annika Stehle und Sophia Kucher, 3. Jan Schönmaier und Amelie Rettenmaier. Beim Jahrgang 2006 und 2007: 1. Lenhard Gerold und Johanna Plenker, 2. Leon Mai und Ina Stegmaier, 3. Timo Beck, Lea Kuhn und Mara Hrabal.

Staffellauf der Schulklassen

Beim Staffellauf der Schulklassen gingen erste Plätze an die Klasse 5b des Peutinger-Gymnasiums (PG), 6a der Buchenbergschule (BBS), 7b des PG und 8a der BBS.

Zweite Plätze errangen die Klasse 5a des Hariolf-Gymnasiums (HG), 6a von Sankt Gertrudis und 7a des HG. Die dritten Plätze gehören alle dem PG: Klasse 5a, 6c und 7c.

Elchschießen

Schützenkönigin wurde Leonie Rathgeb, Klasse 6a am Hariolf-Gymnasium (HG) Der Schützenkönig ist Valentin Kalenbach, Klasse 5 am HG.

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