CDU: Kein Deal Landesgartenschau gegen LEA

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Auch die Eata war Thema. Sie sei zwar teuer, aber wichtig, so der Tenor. (Foto: Archiv- gr)
Petra Rapp-Neumann

Die CDU lädt ein zur Bürgerbefragung über die LEA. Sie findet am Montag, 17. September, um 17 Uhr im Gasthof Lamm in Schrezheim statt.

Die Entscheidung des Landes für die Landesgartenschau 2026 in Ellwangen ist unabhängig vom Fortbestand der LEA nach 2020. Es gebe weder einen Automatismus noch einen Deal mit dem Land. Daran haben Landtagsabgeordneter Winfried Mack und Gemeinderat-Fraktionschef Rolf Merz bei der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbands Ellwangen im Roten Ochsen keinen Zweifel n gelassen.

Die CDU, erklärte Mack, sei bei der Bewerbung für die Landesgartenschau voran gegangen und habe gegenüber dem Land einen besonnenen Kurs gefahren: „Hätten wir die Zusage für die Landesgartenschau nicht bekommen, hätte niemand erwarten können, dass wir einer Verlängerung der LEA zustimmen.“ Auch umgekehrt gebe es keinen Automatismus. Man sei gesprächsbereit, mehr nicht. Das habe er mit Innenminister Thomas Strobl so besprochen: „Nichts ist vorherbestimmt. Es gibt keinen Deal.“

„Die These, die LEA werde über 2020 hinaus verlängert, weil wir die Landesgartenschau haben, ist falsch“, betonte auch Rolf Merz, CDU-Fraktionschef im Gemeinderat. Über die Weiterführung der LEA müsse man „sachlich und unter dem Gesichtspunkt der Menschlichkeit“ mit den Bürgern diskutieren und zu gegebener Zeit entscheiden.

Doppelt unechte Teilortswahl soll bleiben

Der Abschaffung der doppelten unechten Teilortwahl, die in dieser Woche Thema im Verwaltungsausschuss und den Ortschaftsräten ist, erteilte er eine klare Absage: „Wir stimmen nur zu, wenn alle Ortschaftsräte zustimmen.“

Die Eata, so Merz, sei zwar teuer. Dennoch sei die Entscheidung dafür richtig gewesen. Sie mache deutlich, dass Ellwangen bereit sei, jugendliche Migranten und junge Europäer weiterzubilden. Große Sorgen mache ihm der Leerstand in der Innenstadt. Die CDU wirke beim Pro-Ellwangen-Einzelhandelskonzept zwar mit. Dennoch glaube er, dass der Onlinehandel vieles zunichte mache, zumal etliche Geschäfte von betagten Inhabern geführt würden und es keine Nachfolger gebe.

Thomas Häfele, seit Oktober Neresheimer Bürgermeister, hat sich als Vorsitzender des Stadtverbands verabschiedet. Er hatte 2016 die Nachfolge von Manfred Braig angetreten. Ihm folgt der Schrezheimer Gemeinde- und Ortstschaftsrat Gerhard Rettenmaier. Er wurde mit großer Mehrheit gewählt. Er habe sich, so Rettenmaier, nicht nach diesem Amt gesehnt, sich den Bitten letztlich aber nicht verschließen können. Johannes Gresser, so Rettenmaier, habe ihm zugesagt, nach der Kommunalwahl 2019 für den Vorsitz zu kandidieren. Der 30-jährige Gresser ist Finanzreferent des Bezirksverbands der Jungen Union Nordwürttemberg und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Rettenmaier ist seit elf Jahren Vorsitzender des Schrezheimer CDU-Ortsverbands und seit neun Jahren Stadtrat. „Mit meiner guten Mannschaft und der starken CDU im Gemeinderat wollen wir mit anderen für Ellwangens Zukunft zusammenschaffen“, sagte er.

Stellvertretende Vorsitzende sind Josef Eiberger und Johannes Gresser. Schatzmeister ist Hubert Hönle, Schriftführerin Gabi Dolzer. Beisitzer sind Thomas Ahrendt, Manfred Braig, Christian Fuchs, Klaus-Peter Grimm, Barbara Haas, Tobias Häfele, Arnolf Hauber, Tobias Ilg, Harald Klauck, Olga Krasniqi, Jürgen Lang, Rolf Merz, Simone Mitschke, Sascha Moos, Anton Rieger jr., Alexander Schäfer, Bettina Vierkorn-Mack und Josef Wohlfrom.

Die CDU lädt ein zur Bürgerbefragung über die LEA. Sie findet am Montag, 17. September, um 17 Uhr im Gasthof Lamm in Schrezheim statt.

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