Brandschutz: Tagungshaus Schönenberg ist zu

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 Das Haus Schönenberg, das von 1749 bis 1756 von Arnold Friedrich Prahl unter Beteiligung von Balthasar Neumann als Priestersemi
Das Haus Schönenberg, das von 1749 bis 1756 von Arnold Friedrich Prahl unter Beteiligung von Balthasar Neumann als Priesterseminar gebaut wurde, wird mit Millionenaufwand ertüchtigt. Der Brandschutz macht die Arbeiten notwendig. In acht Wochen sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein, sagt Bernd Philippi. (Foto: Josef Schneider.)
Freier Mitarbeiter

Der Brandschutz im Tagungshaus Schönenberg muss auf Vordermann gebracht werden. Deshalb ist das Gebäude ab Montag, 15. April, für voraussichtlich acht Wochen geschlossen.

Eine siebenstellige Summe investiert die Grund- und Bauverwaltung der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Eigentümerin der Immobilie. Denn auch in den Jugendräumen und im Pfarrsaal der Kirchengemeinde Schönenberg, die in dem gleichen, denkmalgeschützten Bauwerk untergebracht sind, müssen Maßnahmen zur Brandschutzsicherheit vorgenommen werden.

Acht Baustellen gleichzeitig

Am Montag beginnen die mit dem Denkmalamt abgestimmten Arbeiten im Haus Schönenberg, das ganze Haus wird dann eine einzige große Baustelle. „Da geht es mit acht Baustellen gleichzeitig los“, sagt der Leiter des Tagungshauses Schönenberg, Bernd Philippi. Hauptthema sei der Brandschutz. So wird im historischen Teil des Tagungshauses ein zweites Treppenhaus, als zweiter Fluchtweg im Brandfall, eingebaut. Dafür müssen drei Besprechungszimmer und ein Meditationsraum weichen. Darunter ist im Erdgeschoss auch ein Besprechungsraum der Landpastoral.

Meditationsraum kommt unters Dach

Dafür muss Ersatz geschafft werden. So wandert der Meditationsraum unters Dach, wo bisher das Archiv ist. Damit Licht und Luft hereinkommen, werden vier Gauben gebaut. Das Archiv zieht in den Dachboden des Klosters.

Umgebaut wird auch der ehemalige Hobbykeller im Anbau.. „Da schaffen wir ein weiteres Besprechungszimmer“, erklärt Bernd Philippi. Im ganzen Haus werden Brandschutztüren gesetzt..

Die Krankenwoche Ende Juli fällt aus

Ein ganz großes Thema sei die Brandmeldeanlage, die direkt auf die Feuerwehr geschaltet ist. Alle Zimmer im Tagungshaus, Kloster und der Landpastoral bekommen entsprechende Rauchmelder. Da sie verkabelt werden, wird überall gebohrt und das durch 1,20 Meter dicke Wände.

Weil die Bauarbeiter schon mal da sind, werden in der ersten und zweiten Etage des Haupthauses die Zimmer renoviert. Im Küchenblock wird von Gas auf Strom mit Induktionsherden umgestellt. „Weil wir CO2-neutralen Strom beziehen und etwas für die Umwelt tun wollen“, sagt Philippi. Küchen- und Zimmerrenovierung fallen in das Ressort des Tagungshauses und verschlingen eine weitere, sechsstellige Summe.

Schon in acht Wochen soll alles fertig sein. „Das ist schon sehr sportlich, denn es ist eine Riesenmaßnahme“, findet Philippi: „Wir haben im Anschluss schon Belegung geplant.“ Irgendwann im Juli soll Wiedereröffnung sein. Die Krankenwoche des Malteser Hilfsdienstes Ende Juli fällt deshalb aus. Die Landpastoral zieht während der Bauphase in die Jugendräume des Gemeindehauses.

Brandschutzmaßnahmen machen auch einen Umbau und eine Sanierung der Jugendräume und des Pfarrsaales der Kirchengemeinde Schönenberg erforderlich. Diese Arbeiten beginnen voraussichtlich am 13. Mai, direkt im Anschluss an das Festwochenende zum 100-jährigen Jubiläum der Redemptoristen auf dem Schönenberg.

Zur Sicherheit erhält der Pfarrsaal einen zusätzlichen Eingang. Die angrenzende Küche wird zu einem Stuhllager umfunktioniert. Als einziger Raum im Erdgeschoss bleibt das Berg-Café unverändert, in der Bauphase ist der Zugang nur von außen möglich.

Barrierefreier Zugang zum Pfarrbüro

Im Zuge dieser Arbeiten soll Senioren, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen der Zugang zum Pfarrbüro erleichtert werden. Diese drei Räume werden vom ersten Stock ins Erdgeschoss verlegt und behindertengerecht eingerichtet. Der Pfarrer zieht ins jetzige Mesnerzimmer. Daneben ist das Pfarrbüro. Dadurch hat das Erdgeschoss nur noch zwei Jugendräume, Ersatz gibt es im ersten Stock. Auch das Berg-Café steht den Jugendlichen für Veranstaltungen offen, wie Schönenbergpfarrer Pater Tadeusz Trojan mitteilte. Dieser Teil der Sanierungsarbeiten soll bis zu Beginn der Sommerferien fertig sein.

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