Beschuldigter soll mit Marihuana und Kokain gehandelt haben

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 15 Punkte umfasste die Anklage gegen einen Beschuldigten, der in Aalen mit anderen Mitgliedern einer Gruppe mit Drogen gehandel
15 Punkte umfasste die Anklage gegen einen Beschuldigten, der in Aalen mit anderen Mitgliedern einer Gruppe mit Drogen gehandelt haben soll. (Foto: dpa)
Dorothea Halbig

Im Landgericht Ellwangen ist am Freitagvormittag ein Fall verhandelt worden, der einen organisierten Drogenhandel in Aalen betrifft. Der Angeklagte wird beschuldigt, Teil einer Gruppierung zu sein, die regelmäßig Marihuana und Kokain in den Großraum Aalen gebracht haben sollen.

Für den Handel mit den Betäubungsmitteln wurden Bunkerwohnungen angemietet und präparierte Bunkerfahrzeuge genutzt. Der Angeklagte wird vertreten von seinem Pflichtverteidiger Thomas Mende und dem Wahlverteidiger Uwe Böhm. Unterstützt wird er während der Verhandlungen von einem Dolmetscher. Richter Fritsch zählte die 15 einzelnen Anklagepunkte auf, in denen der Beschuldigte mehrfach gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben soll. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Ellwangen lautet auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln.

Momentan sitzt der Angeklagte in der Justizvollzugsanstalt Mannheim ein, da dringender Tatverdacht besteht. Die Hauptbeweismittel der Anklage sind drei Zeugenaussagen, deren Inhalt stimmig ist. Richter Frisch erklärte dem Angeklagten, dass es ihm frei stehe in der Verhandlung etwas zu sagen oder nicht. Er solle sich mit seinen Verteidigern besprechen, ob er die Tat bestreitet oder zugibt, was sich, trotz ungünstiger Vorstrafensituation, mildernd auswirken würde.

Angeklagter abhängig von Betäubungsmitteln

Nach einer Beratungspause bittet der Beschuldigte seinen Rechtsanwalt, für ihn zu sprechen. Der Angeklagte räume die Anklagepunkte ein, Mitglied einer Gruppierung gewesen zu sein und an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Angaben zu weiteren Mitgliedern wolle er unterlassen. Der Angeklagte zeigte Bedauern und hatte die Taten wohl aus einer Betäubungsmittelabhängigkeit heraus begangen. Im Weiteren soll ein psychologisches Gutachten helfen, zu entscheiden ob die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt in Betracht kommt. Weil der Angeklagte geständig ist, verzichtete man mit Ausnahme des leitenden Kriminalbeamten auf weitere Zeugen. Dieser konnte einen Überblick über die Ermittlungen in diesem Fall geben.

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