Eberhard Engel zeigt in der Küche des Naturhofes Engel, wie man eine Wildschweinschulter sauber zerlegt. Die Teilnehmer schauen
Eberhard Engel zeigt in der Küche des Naturhofes Engel, wie man eine Wildschweinschulter sauber zerlegt. Die Teilnehmer schaueninteressiert zu und lassen sich jeden Schnitt erklären. Mit dabei Andrea Engel, die Chefin, (Dritte von rechts). (Foto: afi)

Der Naturhof Engel in Schönbronn serviert im Rahmen der Ellwanger Wildwochen auch am Sonntag, 11. November, Wild in verschiedenen Variationen. Anmeldung unter der Nummer 07974 / 372. „Viele Gäste kommen aus dem Raum Ellwangen und drumherum“, erzählt Viktor Engel, der in Ellwangen freitags auf dem Bauernmarkt seine Spezialitäten anbietet.

Es liegt idyllisch zwischen Bühlerzell und Adelmannsfelden, das kleine Schönbronn. Dort ist der Naturhof Engel ein Geheimtipp für Liebhaber guter Wildgerichte. Die AOK Ostalb hatte zu einem Wildkochkurs eingeladen und zehn Gewinner lernten von Eberhard Engel in der Küche, wie man eine Wildschweinschulter fachgerecht zerlegt. Daran anschließend wurden sie mit einem köstlichen Wildschweinragout an festlich gedeckter Tafel überrascht.

Elke Leyh, Diplom-Ingenieurin für Ernährungs- und Hygienetechnik bei der AOK Ostalb, führte in den Wildkochkurs ein und hob die Qualität heimischen Wilds heraus. Dieses sei fettarm und eiweißreich und absolut frei von irgendwelchen Nebenprodukten wie zum Beispiel Medikamenten. Das Wild aus der Heimat landet praktisch aus dem Wald direkt auf dem Teller.

Eberhard Engel, Metzgermeister und Hobbykoch, wie er sich selbst bezeichnet, nahm die Gewinner des AOK-Kochkurses dann mit in die Küche. Dort lagen schon mehrere Wildschweinschultern bereit, die fachgerecht zerlegt werden mussten. Die erste Schulter löste er selber aus, aber dann übergab er das Messer an Teilnehmer Anton Grimm, der sich mit einem Stichschutzhandschuh aus Edelstahl ans Werk machte und die nächste Wildschweinschulter zerlegte. Engel war am Schluss sehr zufrieden mit der Arbeit: „Der kann bei mir in der Küche anfangen“, lachte er.

Die ausgelösten Stücke wie falsches Filet, Bug und dickes Bugblatt wurden von Sehnen und Fett befreit und von einer anderen Teilnehmerin in zweimal zwei Zentimeter große Würfel geschnitten. Nach dieser Arbeit und vielen Tipps wurden die Teilnehmer an die festlich gedeckte Tafel geleitet. Als kleine Vorspeise gab es ein Pilzcarpaccio mit Rothirschschinken und Wildkräutersalat, als Hauptgang das butterzarte Wildgulasch mit Kürbisknödel und Apfelrotkohl sowie als Abschluss ein Zimt-Pflaumenragout mit Vanilleeis.

Viele Zwiebeln machen die Soße sämig

Eberhard Engel verriet den Gästen viele Küchentipps. Das Wildgulasch zum Beispiel wird scharf angebraten, dazu kommt Wurzelgemüse mit reichlich Zwiebeln (macht die Soße sämig) und Gewürze wie Lorbeer, Thymian, Wacholder, Piment und ein Hauch Nelke sowie Salz und Pfeffer. „Das ist alles einfach und wird gekocht wie bei Uroma“, sagte er. Dann wird abgelöscht mit Rotwein, dann wird die Soße mehrmals reduziert. Erst zum Schluss kommt ein guter Rotwein dazu. Der gibt dem Ganzen ein feinwürziges Aroma. Die Gäste notierten sich viele Tipps und gingen nach rund zweieinhalb Stunden rundum glücklich und zufrieden nach Hause.

Der Naturhof Engel in Schönbronn serviert im Rahmen der Ellwanger Wildwochen auch am Sonntag, 11. November, Wild in verschiedenen Variationen. Anmeldung unter der Nummer 07974 / 372. „Viele Gäste kommen aus dem Raum Ellwangen und drumherum“, erzählt Viktor Engel, der in Ellwangen freitags auf dem Bauernmarkt seine Spezialitäten anbietet.

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