Bürgermeisterwahl in Bühlertann: Es gibt erste Bewerber

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und Daniel Freinik aus Stödtlen.
und Daniel Freinik aus Stödtlen. (Foto: Fotos: privat)
Alexandra Rimku

In Bühlertann soll am 29. September ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Die ersten zwei Bewerber haben gleich mit Beginn der Bewerbungsfrist ihren Hut in den Ring geworfen. Der 53-jährige parteilose Roland Krojer aus Murrhardt-Wahlenmühle und der 36-jährige Daniel Freinik aus Stödtlen wollen Nachfolger von Michael Dambacher werden, der im Juli als Oberbürgermeister ins Ellwanger Rathaus gewechselt ist.

Für Roland Krojer, der aktuell als selbstständiger Projektmanager im Bereich Alternative und Erneuerbare Energien arbeitet, ist es bereits der zweite Anlauf um einen Bürgermeisterposten. Bei der Wahl in seiner Heimatgemeinde Murrhardt war er gegen Amtsinhaber Armin Mößner im Juli dieses Jahres noch chancenlos und landete von drei Bewerbern mit knapp 12 Prozent auf Platz zwei.

Energie- und Umweltthemen auf der Agenda

Jetzt unternimmt Krojer einen weiteren Versuch in Bühlertann. Die Gemeinde sei reizvoll, sagt Krojer. Sie habe vieles zu bieten und stehe auch finanziell gut da. Dambacher habe für seinen Nachfolger ein gut bestelltes Feld hinterlassen, sagt Krojer. Allzu gerne würde er „Dambachers gute Arbeit“ fortführen. „Wenn man mich dann lässt“, so Krojer schmunzelnd.

Krojer, der verheiratet ist und fünf Kinder hat, ist aus Überzeugung parteilos, steht politisch aber den Grünen nahe. Was man durchaus auch an seinem Wahlprogramm erkennt. Da geht es vor allem um Themen wie erneuerbare Energien, den Klimaschutz und die Entwicklung nachhaltiger Technologien wie etwa bei der Elektromobilität und der Energiespeicherung. Krojer sprudelt hier nur so vor Ideen. Er wolle Bühlertann zu einem Vorreiter auf dem Nachhaltigkeitssektor machen. Betriebe, die auf umweltfreundliche, ressourcenschonende und innovative Technologien setzen und entwickeln, will Krojer in Bühlertann ansiedeln. Mit großen Firmen, wie der Varta in Ellwangen oder Kärcher in Winnenden, möchte er kooperieren. Denn: Der Umstieg auf eneuerbare Energien sei nicht nur mit dem Verlust von Arbeitsplätzen verbunden, er biete auch große Chancen. „Und genau auf diesen Boom muss man als Gemeinde aufspringen, wenn man eine Zukunft haben will.“

Dass er nicht aus der Verwaltung kommt, sondern aus der freien Wirtschaft, empfindet Krojer als Vorteil: „Ich komme aus der Praxis und bin schon immer ein Problemlöser gewesen.“ Werde er gewählt, wolle er bei seiner Arbeit auf den Dialog mit den Bürgern setzen. Der Kontakt sei im wichtig. Seine Ziele und seine Ideen wird Krojer im anstehenden Wahlkampf in Bürgergesprächen erklären. Termine dafür stehen derzeit noch nicht fest.

Der 36-jährige Daniel Freinik aus Stödtlen hat am Freitag als zweiter Kandidat seine Bewerbung beim Rathaus Bühlertann eingereicht. Freinik ist derzeit als Gebietsleiter bei einem großen Unternehmen im Bereich Landmaschinen beschäftigt.

Freinik betritt „völliges Neuland“

Mit der Bewerbung um den Bürgermeisterposten betritt Freinik, der verheiratet und Vater von zwei Kindern ist, „völliges Neuland“. Die Entscheidung habe ihn deshalb auch „einige schlaflose Nächte“ gekostet, verrät der 36-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Nach einem Gespräch mit seiner Frau sei dann aber klar gewesen, dass er den Schritt wagen möchte.

Wie Krojer ist auch Freinik begeistert von Bühlertann. Der Ort habe vieles zu bieten. Es sei eine attraktive, vitale Gemeinde, die ihn fasziniere. Die Voraussetzungen in Bühlertann seien für einen Bürgermeister gut, ist Freinik überzeugt. Unter anderem auch, weil hier viele große Firmen ansässig sind. Wird er gewählt, will Freinik, der politisch der CDU nahe steht, aber als parteiloser Kandidat antreten wird, sich unter anderem für einen forcierten Breitbandausbau, die Schaffung von Wohnraum, die Stärkung des ländlichen Raums und mehr Mitspracherecht für die Jugend einsetzen. Sein Programm will er im Wahlkampf den Bühhlertannern bei diversen Terminen vorstellen.

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