„Atomkrieg droht“ lautet das Motto des Ostermarschs

Lesedauer: 4 Min
 Am Karsamstag ist wieder Ostermarsch in Ellwangen.
Am Karsamstag ist wieder Ostermarsch in Ellwangen. (Foto: Archiv- Josef Schneider)
Freier Mitarbeiter

Unter dem Motto „Atomkrieg droht, Abrüstung schafft Sicherheit“ ruft das Aktionsbündnis Mahnwache Ellwangen zur Teilnahme am Ellwanger Ostermarsch am Karsamstag, 20. April, auf. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.

Gerhard Schneider vom Aktionsbündnis kritisierte bei der Pressekonferenz die Entscheidungen der Nuklearmächte und ihrer Verbündeten, ihre atomaren Potenziale aufzurüsten. Allein schon die Herstellung von Atomwaffen sei verwerflich, so Schneider. Es gebe dafür keine Rechtfertigung. Josef Baumann vom Friedensforum erinnerte an den Nato-Nachrüstungsbeschluss Ende der 1970er-Jahre. „Wir müssen die Friedensvision wachhalten“, sagte er, denn: „Unser gemeinsames Haus brennt.“

Ostern sei das Fest des Lebens, und nicht des Todes, betonte Comboni-Missionar Pater Reinhold Baumann. „Wir sitzen auf einem Pulverfass“, sagte er mit Blick auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Nordkorea: „Der ganze militärische Klimbim ist so was Archaisches.“

Die Percussiongruppe Street Groove Band führt den Zug über die Westumgehung in die Innenstadt an. Gegen 11 Uhr beginnt die Kundgebung am Fuchseck. Josef Baumann übernimmt die Moderation.

Ziele und Folgen der Atomrüstungspläne

Hauptrednerin ist die Journalistin Regina Hagen aus Darmstadt. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden“. In Ellwangen spricht sie über Ziele und Folgen der neuen Atomrüstungspläne.

Arailym Kubayeva von der Friedenswerkstatt Mutlangen berichtet über die Verhandlungen zum Atomwaffensperrvertrag bei der UNO. Bei der UN-Versammlung Ende April wird auch Carola Moser aus Ellwangen mit Rederecht dabei sein.

Für Stimmung sorgen die Folkband Basis sowie Anna und Anina Batz. Dazu gibt es eine Performance zur Europawahl und zum Weltflüchtlingstag: Eine Installation von künstlerisch gestalteten Stühlen soll sichtbar machen, dass in Europa Platz für Menschen ist, die vor Krieg, Verfolgung und Elend fliehen. Jeder kann mitmachen. Die Ellwanger „Asylstühle“ werden danach in der evangelischen Stadtkirche aufgestellt und sind am 15. Mai bei einer großen Installation auf dem Stuttgarter Marktplatz zu sehen, wie Karin Böhme von der Mahnwache erklärte.

Gerhard Schneider freute sich, dass auf der Liste der Unterstützer des Ostermarsches zum ersten Mal auch die CDU und die Freien Bürger stehen, neben vielen langjährigen Unterstützern wie Bündnis 90/Die Grünen, SPD, die Linke, Verdi, Amnesty International, Freundeskreis Asyl und vielen anderen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen