Altes Handwerk im Alamannenmuseum

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 Beim Alamannen-Forum am 13. und 14. Oktober im Alamannenmuseum zeigt eine Glasperlenmacherin ihre Kunst. Diese Ketten sind abe
Beim Alamannen-Forum am 13. und 14. Oktober im Alamannenmuseum zeigt eine Glasperlenmacherin ihre Kunst. Diese Ketten sind aber deutlich älter, sie stammen aus einem Grab in Trochtelfingen. (Foto: Museum)

Am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Oktober, findet bereits zum vierten Mal das Ellwanger Alamannen-Forum statt. Dieses Mal geht es um die Handelsbeziehungen der Alamannen. An diesem Wochenende beleben verschiedene Händler und Handwerker das Museum und zeigen ihre Kunst. Besucher finden an verschiedenen Themenstationen viel Wissenswertes zum Anfassen, Ausprobieren und Erleben.

Wer glaubt, die Alamannen hätten nicht über ihren eigenen Tellerrand geblickt, irrt sich gewaltig. Die Handelsbeziehungen erstreckten sich über die ganze damalig bekannte Welt. Selbst aus dem weit entfernten China fanden Waren ihren Weg auf die Ostalb. Selbst Dinge des täglichen Bedarfs wurden nicht nur vor Ort hergestellt, sondern über größere Strecken eingehandelt.

In Präsentationen und Handwerksvorführungen wird die vernetzte Welt der Alamannen lebendig.

Nicht jedes Dorf hatte eine Getreidemühle im Ort. Wo diese fehlten, musste man sich mit Handmühlen behelfen. Die Qualität der Mühlsteine war auch für die Güte der Mehle entscheidend. So wurden Mühlsteine über weite Strecken transportiert. Durch das große Gewicht der Fracht war der Transport mühsam und nicht einfach.

Kenntnis von den vielen exotischen Waren erhielten die Alamannen häufig von den Römern. So mancher Alamanne, der seine Zeit als Legionär in Diensten Roms abgeleistet hatte, machte sich hinterher als Händler selbstständig.

Wer über das nötige Kleingeld verfügte, konnte sich allerlei Luxus erlauben. Glasbecher, in denen der Wein schön funkelte, die aber so zerbrechlich waren, dass man sie kaum zu benutzen wagte. Stoffe und Gewürze aus Weltgegenden, die so weit entfernt lagen, dass man nicht einmal ihren Namen kannte.

An ausgewählten Stationen wird es Vorträge geben, die einzelne Themen vertiefen, die Handwerker und Künstler lassen sich sicher nicht lange bitten und zeigen und erklären gerne ihre Tätigkeiten. So zeigt eine Glasperlenmacherin zeigt, wie nur aus Feuer und Glas bunte Perlen in ganz verschiedenen Formen entstehen.

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