Der Männergesangverein Eigenzell hat zusammen mit den Musikvereinen Rattstadt und Rindelbach und der Chorwerkstatt am Samstagab
Der Männergesangverein Eigenzell hat zusammen mit den Musikvereinen Rattstadt und Rindelbach und der Chorwerkstatt am Samstagabend in der Kübelesbuckhalle ein großes Jubiläumskonzert gegeben. Anlass war das 70-jährige Bestehen des Männergesangvere (Foto: Josef Schneider)
Josef Schneider

Mit einem eindrucksvollen, dreieinhalbstündigen Konzert in der Kübelesbuckhalle hat der Männergesangverein (MGV) Eintracht Eigenzell am Samstagabend seinen 70. Geburtstag gefeiert. Und da keiner gern allein feiert, haben sich die Eigenzeller langjährige Weggefährten, Freunde und Gleichgesinnte eingeladen, die das Programm mit Liedern und Musik mitgestaltet haben: die Musikvereine Rindelbach und Rattstadt und die Chorwerkstatt Rindelbach.

MGV-Vorsitzender Josef Hald erinnerte an den Auftakt des Jubiläumsjahres, an das gemeinsame Konzert in der Schönenbergkirche, an das Kinderkonzert in der Kübelesbuckhalle und an die Jugendchorparty in Eigenzell. „Heute schreiben wir die Geschichte fort mit unserem Jubiläumskonzert“, sagte Hald. Der MGV sei aus der ehemaligen Sing- und Spielschar Rattstadt entstanden. Und die Chorwerkstatt, Nachfolgerin des Liederkranzes Rindelbach, und der MGV seien Patenvereine, beide 1948 gegründet. Die Chorwerkstatt feiere am Sonntag, 29. Juli, mit einer Matinée auf dem Schulgelände der Rindelbacher Schule ihren 70. Geburtstag.

Mit „Singen ist Leben“ eröffnete der MGV das Jubiläumskonzert. Unter Leitung von Rudolf Kucher besang er „All die schönen Jahre“ und behauptete: „Träume sind stärker – wenn Menschen träumen, dann werden Wunder wahr.“ Und da das so ist, schickten die Eigenzeller „We have a dream“ und „Männer mag man eben“ nach. Frisch, dynamisch und jugendlich-beschwingt gab sich der MGV, als er eindrucksvoll „Ja, dem Rhythmus der Zeit kann sich keiner entzieh'n“ sang, und sich mit „Hallo Freunde“ als Zugabe verabschiedete. Am Klavier war Mareike Vaas, am Schlagzeug Stefan Hauber.

Chorwerkstatt landet mit „Kressbachsee“ einen Volltreffer

Die Chorwerkstatt Rindelbach unter Leitung von Julia Strasser startete mit der humorvollen Schwabenhymne „Mir im Süden“, um danach mit „Caravan of love“, Konstantin Weckers „Courage“ und dem religiösen, rhythmisch betonten Lied „Goin' up Yonder“ zu brillieren. Natürlich durften auch ironisch gemeinte, schwungvolle „Short people“ und das getragene „What a wonderful world“ nicht fehlen, und als Uraufführung „Don't stop me now“ von Queen. Mit dem heimatverbundenen, idyllischen „Kressbachsee“ nach der Melodie von „Only you“ landete die Chorwerkstatt einen Volltreffer. „Irish blessing“ wünschten die Sängerinnen und Sänger dem Jubilar und freuten sich in der Zugabe über „Tage wie diese“.

Pompös und schneidig begann der Musikverein Rattstadt unter Robert Gmeiner mit Elgars „Pomp & Circumstance No. 4“. Danach ließ er ausdrucksstark „Alpine inspirations“ wirken und überzeugte mit „The cream of Clapton“. Auf Gäbles zackigem Marsch „Salemonia“ folgte als Zugabe der spanische Marsch „Ovitino“. Der Musikverein Rindelbach unter Stabführung von Steffen Ruck brachte „Jubiläumsklänge“ als Geschenk, servierte die „Steeephans Polka“, weilte „Im schönen Rindelbach“ und zeigte „Lebensfreude pur“. Den „Musikantenfrauen“ schickten die Musikerinnen und Musiker den „Deutschmeister Regimentsmarsch“ hinterher, bei dem das Publikum kräftig mitklatschte.

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