Nachwuchs der Trachtenkapelle Pfahlheim musiziert tapfer und unerschrocken

Lesedauer: 3 Min
Schwäbische Zeitung
Gerhard Krehlik

Der Musikverein Trachtenkapelle Pfahlheim hat zu seinem traditionellen Jahreskonzert eingeladen. Der erste Vorsitzende Florian Meierhöfer begrüßte dazu im 40. Vereinsjahr etwa 400 Besucher in der vollbesetzten Kastellhalle.Die Mädchen und die jungen Damen sind in der Blasmusik auf dem Vormarsch. Und zwar nicht nur an den Instrumenten, sondern zunehmend auch an den Dirigentenpulten, eine erfreuliche Entwicklung.

Patricia Hägele, Eva Münderlein und Andrea Feile managen und leiten in Pfahlheim sehr erfolgreich den musikalischen Nachwuchs. Davon konnte man sich gleich zu Beginn des Abends überzeugen, als Patricia Hägele mit ihrer 13 -köpfigen Schülergruppe das Konzert eröffnete. Obwohl die Jungen und Mädchen erst seit einem knappen Jahr zusammen musizieren, wurde bei „Little brown jug“, „My heart will go on“ und einem Auszug aus „Piraten der Karibik“ tapfer und unerschrocken musiziert.

Die Jugendkapelle unter der abwechselnden Leitung von Eva Münderlein und Andrea Feile widmete sich daran anschließend den Werken des holländischen Komponisten Jacob de Haan. In Stücken wie etwa dem von der Bergwelt um Sankt Moritz inspirierten „Yellow Mountains“ oder „The Blues Factory“, wobei de Haan den Niedergang der holländischen Textilindustrie musikalisch beleuchtet, präsentierte sich die junge Truppe mit bereits fortgeschrittenem musikalischen Können. Bei dem Konzert wurden auch sieben Jugendliche für ihren erfolgreichen Besuch der D- und C-Lehrgänge des Blasmusikverbands ausgezeichnet. Natürlich durfte auch ein Marsch – „Martini“ – und die Zugabe „Final dance“ nach dem begeisterten Beifall des Publikums nicht fehlen.

Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der Stammkapelle des Musikvereins unter der Leitung von Bernd Essig. Die Pfahlheimer Musikerinnen und Musiker, die einen sehr guten Ruf in der volkstümlichen und böhmisch-mährischen Blasmusikszene haben, zeigten sich auch im konzertanten Genre ausgesprochen versiert und sattelfest. In Stücken wie etwa „Welcome to the music“ von Walter Spichler oder dem bekannten „Typewriter“ von Leroy Anderson mit Dominik Stempfle an der Solo-Schreibmaschine wurde konzentriert und dynamisch strukturiert musiziert. Aber auch bei Melodien aus Westernfilmen und dem Marsch „Salve Imperator“ war die Trachtenkapelle in ihrem Element und verdiente sich immer wieder den begeisterten Applaus des Pfahlheimer Publikums.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen