In den Sommerferien laufen die Arbeiten an der Kastellschule in Pfahlheim auf Hochtouren. 3,3 Millionen Euro investiert die Stadt. Die Bauarbeiten dauern noch bis Mitte 2018.

Martin Bauch

3,3 Millonen Euro investiert die Stadt Ellwangen in die Sanierung der Kastellschule Pfahlheim. Photovoltaik, Erdwärmesonden und Stromspeicherbatterien sorgen in Zukunft für eine positive Energiebilanz des Schulgebäudes. Das heißt, das Haus erzeugt mehr Energie, als es verbraucht. Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen gehen noch bis Mitte 2018.

Die Kastellschule ist die größte Baustelle in Pfahlheim. Tatsächlich tut sich in Sachen Sanierung und Umbau so einiges. Nachdem im Dezember 2015 der Gemeinderat die umfangreichen Umbaumaßnahmen genehmigt und im März 2017 die ersten Vergaben vorgenommen hatte, folgten im gleichen Monat die ersten Erdsondenbohrungen. Diese sind die Grundlage für die umfangreichen energetischen Sanierungsmaßnahmen am und im Schulgebäude. Im April wurde der Schulbetrieb in die Container verlegt.

Damit konnte der Musikverein Trachtenkapelle Pfahlheim mit den Entkernungs- und Abbrucharbeiten beginnen. Dies war Teil einer Vereinbarung zwischen der Stadt Ellwangen und dem Musikverein, der künftig einige ehemalige Klassenräume als Probenraum nutzen wird. „Mit Eigenleistungen und eigenen Finanzmitteln im Wert von 160 000 Euro beteiligt hat der Verein einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg der Sanierungsarbeiten“, lobte Ellwangens Oberbürgermeister Karl Hilsenbek das große Engagement des Musikvereins.

Darüber hinaus errichtet der Verein den Garagenanbau sowie einen Windfang am seperaten Vereinsraumzugang. „Die Zusammenarbeit mit dem Musikverein ist vorbildlich“, sagte auch Ortsvorsteher Wolfgang Seckler. Die Rektorin der Kastellschule, Andrea Sachs-Dreher, freute sich schon auf die Fertigstellung ihrer Schule: „Die meisten Wünsche sind von Seiten der Stadtverwaltung und des Gemeinderates berücksichtigt worden.“

Laut Auskunft von Architekt Harald Stock liegt man mit den Bauarbeiten sehr gut im Zeitplan. „Somit rechnen wir immer noch optimistisch mit der Fertigstellung Mitte 2018“, sagte er. Besonders stolz ist Stock auf das energetische Konzept, das die Kastellschule bislang einzigartig in der Region macht. Große Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade decken nicht nur den gesamten Energiebedarf des Gebäudes, sondern produzieren sogar noch einen Überschuss an Energie. Dieser wird in sogenannten Speicherschränken gespeichert und bei Bedarf wieder eingespeist. Das Schulgebäude wird sozusagen energieautark. Die Batterien für die Zwischenspeicherung der überschüssigen Energie kommen von Varta und haben eine Leistung von 64 Ampere. Aktuell wird im Schulgebäude an der Elektroinstallation gearbeitet. „Hier entsteht also ein sogenanntes Plusenergiegebäude“, sagte Hilsenbek.

Zu den 3,3 Millionen Euro, die die Stadt investiert, kommen Fördermittel von Land und Bund, so dass ein Eigenanteil von 2,35 Millionen Euro bleibt.

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