Taucherband spielt zum Jubiläum der Hütte Ellenberg

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 Beim Jubiläumsfest wurde das Tanzen auf dem Tisch neu definiert.
Beim Jubiläumsfest wurde das Tanzen auf dem Tisch neu definiert. (Foto: Blankenhorn)
Jürgen Blankenhorn

Die Ellenberger Hütte ist 30 Jahere alt geworden. Das Jubiläum ist mit einem Auftritt der befreundeten Taucherband gefeiert worden.

Eigentlich war alles etwas kleiner geplant: als kleiner Umtrunk unter Freunden. Aber wer die Mitglieder der Ellenberger Hütte kennt, der weiß, dass oftmals alles anders läuft als geplant. Warum also beim 30-jährigen Jubiläum damit aufhören? Und so entwickelte sich das anfangs geplante „gloine Feschdle“ auch dank des Auftritts der befreundeten Taucherband zu einem weiteren denkwürdigen Ellenberger Abend. Das „gloine Feschdle“ glich einem großen Familientreffen mit genialer Live-Musik. Und so feierten die Gründungsmitglieder mit ihren Freunden, Kindern und Eltern das 30-jährige Jubiläum „ihrer“ Hütte, dem Anlaufpunkt ihrer Jugend.

Am Anfang war ein Bauwagen

Damals wie heute war und ist die Hütte Platz und Treffpunkt, an dem man sich austauscht und Freunde trifft. Pünktlich zur Brotzeit um 17 Uhr startete die Fete zum Jubiläum. Nach dem Motto „je später der Abend, desto jünger die Gäste“ füllten sich Zelt und Biergarten nach und nach, bis die Taucherband zum ersten Stück aufspielte. Und wie auf Kommando nahm die Fete Fahrt auf. Ohne Anlaufzeit starteten die Taucher durch und begeisterten mit ihrem nach eigenen Angaben bereits 20 Jahre alten Programm Jung und Alt. Klassiker der 70er und 80er Jahre oder aktuelle Hits. Handgemachter Rock, A-cappella-Einlagen, Instumentals. Mike Oldfield, Billy Idol, Nena, Loverboy, Schwobarock mit Wolle Kriwanek oder Deutschrock mit Marius Müller-Westernhagen: Es folgte Hit auf Hit, überragend dargeboten von der bestens aufgelegten Band. Höhepunkt war wie so oft Westernhagens „Lass uns leben“ mit dem spätestens seit dem Dorfabend legendären Mundharmonika-Solo. Doch „Josi“ begeisterte dieses Mal zudem mit einem Solo auf seiner Zugposaune – Chapeau. Klar, dass der Abend nicht ohne zahlreiche Zugaben endete.

Wie bei vielen Hütten begann auch in Ellenberg alles mit einem ausgedienten Bauwagen. 1989 organisiert, diente er fortan als Treffpunkt der elf damals 14- bis 16-jährigen Gründungsmitglieder.

Solange der noch fahrbereit war, nahm die Truppe trotz Anbaus regelmäßig an Faschingsumzügen teil. „Da war dann eben ein Loch in der Fassade des Anbaus. Das hat man dann wieder repariert und gut war es“, sagt einer der damaligen Initiatoren und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Besagter Anbau wurde 1991 erstellt, ehe der Bauwagen 1996 einem Neubau weichen musste. 2004 bekam die Hütte mit dem Anbau der Pergola ihr heutiges Aussehen. Seitdem wurde die Hütte zum Treffpunkt für ganz Ellenberg von acht bis 80. Großen Anteil daran hatte auch das Engagement der Hütte für die Gemeinde. Man nahm am Kinderferienprogramm teil, organisierte WM-Partys oder sammelte Altpapier. Zum Zehnjährigen organisierte man sogar einen internationalen Boxkampf. Die Hütte Ellenberg ist eben alles außer gewöhnlich.

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