In Ellenberg brennt die erste Erdgasflamme

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 Die erste Erdgasflamme in Ellenberg wurde von Bürgermeister Rainer Knecht (Zweiter von rechts) mit Vertretern der EnBW ODR, dem
Die erste Erdgasflamme in Ellenberg wurde von Bürgermeister Rainer Knecht (Zweiter von rechts) mit Vertretern der EnBW ODR, dem Technischen Vorstand Frank Hose (Dritter von links), dem NGO-Geschäftsführer Matthias Steiner (Zweiter von links) und Hoses künftigem Nachfolger Sebastian Maier (rechts) unter reger Beteilung der Ellenberger Bevölkerung entzündet. (Foto: afi)

Zu einem richtigen Gemeindefest hat sich die Entzündung der ersten Erdgasflamme in Ellenberg entwickelt. Der Technische Vorstand der EnBW ODR, Frank Hose, und Ellenbergers Bürgermeister Rainer Knecht strahlten übers ganze Gesicht, als sie die erste Flamme entzünden konnten.

„Für die Geschichte Ellenbergs ist heute ein historischer Tag“, sagte Knecht, der neben vielen Vertretern der EnBW ODR auch eine Vielzahl Ellenberger Bürger zum Fest der ersten Flamme auf dem Parkplatz hinter der Elchhalle begrüßte. Möglich gemacht habe den Gasanschluss die neue 20-KV-Leitung von Ellwangen nach Wört, die im Boden verlegt wurde, womit der Graben fürs Erdgas schon offen war, und die neue Gasleitung von Wört nach Stimpfach, die auch durch Breitenbach führt. Dabei wurde auch gleich das Glasfaserkabel fürs schnelle Internet mitverlegt.

Noch in diesem Jahr sollen Georgenstadt, Althueb und Neuhueb mit Erdgas versorgt werden. Knecht hofft, dass sich die 100 000 Euro Investitionskosten seitens der Gemeinde lohnen, denn die Konzessionsabgabe der ODR an die Gemeinde betrug im Jahr 2016 gerade einmal 63 Euro, 2017 waren es schon 228 Euro und 2018 672 Euro. „Wenn diese jährliche Steigerung von rund 300 Prozent anhält, macht sich das auch für Ellenberg bezahlt“, sagte er.

Wenn alles fertig ist, ist das Erdgasleitungsnetz in Ellenberg samt Breitenbach knapp zehn Kilometer lang. Geplant sind 311 Hausanschlüsse in Ellenberg und 100 in Breitenbach. Baubeginn war 2016. Bis heute sind 4,9 Kilometer Leitung verbaut und 285 Häuser angeschlossen, was 390 Wohneinheiten entspricht.

Knecht dankte Frank Hose und dem neuen Geschäftsführer der NGO, Matthias Steiner, sowie allen Mitarbeitern für die Erschließung Ellenbergs mit Erdgas. Dafür habe die EnBW ODR immerhin rund zwei Millionen Euro in die Hand genommen.

Ein wichtiger Schritt in Richtung sauberer Energie

Ellenberg sei eine starke Kommune, die einen wichtigen Schritt in Richtung sauberer Energie gegangen sei, sagte Hose. Möglich geworden sei dies durch den Synergieeffekt Breitband und Erdgas. Das habe sich bezahlt gemacht. „Gas und Glas passen zusammen“, sagte er. „Sie haben mit dem Erdgas der EnBW ODR einen wichtigen Schritt in die Energieversorgung getan“, rief Hose Bürgermeister Rainer Knecht und der Ellenberger Bevölkerung zu. Ins gleiche Horn blies der neue Geschäftsführer der NGO, der seinen ersten öffentlichen Auftritt in Ellenberg hatte. Auch er nannte die Erdgasversorgung ein wichtiges Ereignis für Ellenberg. „Hier wurden zukunftsorientierte Dinge in die Tat umgesetzt, das ist gut so“, sagte er.

Der Musikverein Ellenberg unter der Leitung von Ewald Kurz sowie der Kinderchor Ellenberg unter der Leitung von Johannes Bolsinger, der auf dem Akkordeon begleitete, umrahmten das Fest der ersten Flamme musikalisch mit mehreren Liedern. Die Fußballer des VfB versorgten die vielen Gäste vor und im VfB-Heim mit Getränken und Gegrilltem.

Bei Einbruch der Dämmerung wurde symbolisch eine Ergasflamme entzündet, die bis spät in die Nacht ein flackerndes Licht auf die feiernden Gäste warf.

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