Ellenberg: „Da, wo der Knecht der Chef ist“

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Jürgen Blankenhorn

Launige Büttenredner, tolle Gardetänzerinnen, Tanzmariechen, Pantomimen sowie hervorragende Show-, Tanz- und Gesangseinlagen – beim diesjährigen Fasching der Ellenberger Vereine am Freitagabend in der Elchhalle haben die Akteure wieder alle Register ihres Könnens gezogen und das Publikum mit einem Programm der Extraklasse begeistert.

Vor allem der gemeinsame Showtanz aller Garden auf die Musik des Musicals „Queen“ sowie die großartige „Bütt“-Premiere von Tobias Merz alias „Der Dirigent MVD“ und das zehnjährige „Bütt“-Jubiläum des „Gemeindebüttels“ Andreas Lutz setzten dem 16-teiligen Programm die Krone auf.

Durch das Programm führten äußerst charmant Heike Lechner, Martina Grimm und Andreas Lutz.

Mit einer Mischung aus Vorfreude und bester Faschingsstimmung wurden zu Beginn die Elch-Fetza empfangen, die mit einem NDW-Medley die erste Stimmungsrakete im Saal zündeten. Die Halle war ab da bereits auf Betriebstemperatur.

Eine Polonaise entwickelt Eigendynamik

So entwickelte dann der als Polonaise geplante Ausmarsch der Vereinsvorstände auch eine nicht geplante Eigendynamik – die Besucher schlossen sich fröhlich feiernd an.

Nach dieser spontanen Einlage nahmen die Bambini-Showgirls das Publikum als Jim Knopf und Lukas verkleidet mit ins Faschings-Lummerland und ernteten mit ihrem erfrischenden Auftritt mehr als nur Sympathiepunkte.

Traditionell charakterisieren ausgefeilte Choreographien, tolle Figuren und Schrittkombinationen die hochklassigen Auftritte der Garden des Freizeit Clubs Ellenberg (FCE). So begeisterten die Mädels der Mini, der Roten und der Lila Garde auch dieses Jahr wieder mit fehlerfreien und fast schon professionellen Auftritten. Und so wirbelten auch die Tanzmariechen Nina und Romy wieder über die Bühne und schienen dabei die Gesetze der Physik und der Anatomie außer Kraft zu setzen.

Mit ihrer pantomimischen Darstellung einer Platzwahl beim Kinobesuch startete die Gruppe „Alle Neune“ ihren Angriff auf die Lachmuskeln der Gäste.

Alles andere als ruhig war Tobias März, der als „Der Dirigent“ seine vielumjubelte Premiere in der „Bütt“ feierte. Als integrationswilliger Migrant ließ er mit Sprüchen wie „Wolle nicht zu de Knecht, wolle zu de Chef“ die Anwesenden an seinen Problemen mit den Ellenberger Besonderheiten in Bezug auf die deutsche Sprache teilhaben.

Gemeindebüttel Michael Lutz knöpft sich wieder Knecht vor

Mittlerweile berühmt-berüchtigt, läutete Gemeindebüttel Michael Lutz mit seiner Glocke seinen zehnten Auftritt ein. Dank unzähliger Vögelchen wieder bestens informiert, deckte er in bekannter Manier wieder die Verfehlungen der Ellenberger auf. Neben dem Tagessieg sicherte sich „unser Rainer“ (Knecht) mit zehn Nominierungen auch in der Zehn-Jahres-Wertung souverän den ersten Platz. Ebenfalls regelmäßig ein Thema: die Ästhetik des Ellenberger Christbaums und die erforderliche Menge an Glühwein, um den Anblick seinen Anblick zu ertragen.

Für weitere Lacher sorgten die Tramps des Liederkranzes mit ihrer Gesangseinlage sowie der FCE mit Sketchen wie „Die Baustelle“ und „Altersheim Clubraum“.

Als „Machheniger“ bewiesen die Schlagwerker des Musikvereins, dass man mit allem Musik machen kann. „New Kids Turbo“ war der Titel der Tanzeinlage der Fußballer. War das Programm bis dato schon hochklassig, so sorgte der Showtanz aller Garden und ehemaliger Gardetänzerinnen für wahre Begeisterungsstürme und einen würdigen Abschluss eines tollen Abends.

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