Zwei „Ostalb-Oscars“ gehen nach Bopfingen

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In Bopfingen sind heimatgeschichtliche Forscher aus der Region von der Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt d
In Bopfingen sind heimatgeschichtliche Forscher aus der Region von der Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt die Preistäger mit den Laudatoren. (Foto: Bauch)
Freier Mitarbeiter

Bopfingen - Die Sparkassenstiftung Ostalb hat am Montagabend zum neunten Mal heimatgeschichtliche Forscher aus der Region ausgezeichnet. Gleich zwei der fünf Preisträger kamen dabei aus Bopfingen. Ein Preis ging an die Autoren der Heimatchronik „750 Jahre Oberdorf am Ipf“. Den Sonderpreis der Sparkassenstiftung erhielt der Trägerverein der ehemaligen Synagoge Oberdorf.

Insgesamt 15 Werke lagen in diesem Jahr der fachkundigen Jury zur Bewertung vor. „Anhand all dieser wunderbaren Arbeiten wird deutlich, wie groß die kulturelle Vielfalt auf der Ostalb ist“, betonte Landrat Klaus Pavel bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste und Preisträger in der Rathaus-Schranne in Bopfingen. Erfreut zeigte sich danach auch Bopfingens Bürgermeister Gunter Bühler. Dass in diesem Jahr gleich zwei Preisträger aus Bopfingen kämen, sei für die Stadt eine großartige Sache. Im Übrigen sei die Bopfinger Schranne genau der richtige Ort für die Preisverleihung der Sparkassenstiftung. „Hier spürt man Geschichte“, befand Bopfingens Bürgermeister.

Der erste „Ostalb-Oscar“ für heimatgeschichtliche Forschung ging dann an die Autoren der Heimatchronik „750 Jahre Oberdorf am Ipf“. Stellvertretend für alle Beteiligten an diesem Heimatbuch nahm Ortsvorsteher Martin Stempfle den Preis aus den Händen von Landrat Klaus Pavel und Sparkassenvorstand Andreas Götz entgegen. Stempfle hatte an dem Buch selbst als Autor mitgewirkt, das einen vollkommen neuen Blick auf Oberdorf wirft. „Diese Oberdorfer Heimatchronik kann als ein Maßstab in der Erforschung der Heimatgeschichte angesehen werden“, würdigte Bernhard Hildebrand, Kreisarchivar für den Ostalbkreis, in seiner Laudatio.

Werke von „unschätzbarem Wert für den Erhalt der Geschichte“

Viel Lob gab es an dem Abend aber auch für die anderen Arbeiten. Bernhard Hildebrand und Anselm Grupp, Leiter des Ellwanger Kulturamts und weiterer Laudator an diesem Abend, zeigten sich überzeugt, dass alle Werke „einen unschätzbaren Wert für den Erhalt der Geschichte für künftige Generationen haben“.

Ein weiterer Preisträger war Ulrich Müller mit seinem Buch „Verlorene Heimat – gewonnene Heimat“, in dem es um die Vertriebenen aus den ehemals deutschen Gebieten nach dem Zweiten Weltkrieg ging, die unter anderem in den damaligen Altkreisen Aalen und Schwäbisch Gmünd eine neue Heimat gefunden haben.

Das Werk „Emanuel Gottlob Leutze – Von der Rems zum Delaware“ von Heidrun Irre beschäftigt sich mit einem der bedeutendsten Maler seiner Epoche und seinem berühmtesten Werk, das in den USA heute zu den Nationalschätzen zählt. Geboren wurde Emanuel Gottlob Leutze, der eigentlich richtig Imanuel heißt, in Schwäbisch Gmünd.

Das Buch „Die Mühlen und Mühlbäche der Stadt Schwäbisch Gmünd“ von Karlheinz Hegele beschäftigt sich detailreich mit einer der Ur-Triebfedern des wirtschaftlichen Aufschwungs in Gmünd.

Der Sonderpreis der Sparkassenstiftung ging an den Trägerverein der ehemaligen Synagoge Oberdorf. Der Verein machte es sich nach seiner Gründung in 1989 zur Aufgabe, die alte Synagoge Oberdorf wieder herzustellen und sie mit neuem Leben zu füllen. 1993 wurde die Synagoge als Gedenk- und Begegnungsstätte eröffnet und ist seit nunmehr 25 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich.

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