Wahlkampftour: „Menschen brauchen eine Öffnungsperspektive“

Justin Niebius, Landtagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis Aalen war gemeinsam mit der Reutlinger Bundestagsabgeordneten Jess
Justin Niebius, Landtagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis Aalen war gemeinsam mit der Reutlinger Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti im Wahlkreis auf Tour. Dabei trafen sie auch Bopfingens Bürgermeister Günter Bühler. (Foto: Die Linke)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Justin Niebius, Landtagskandidat der Linken für den Wahlkreis Aalen war gemeinsam mit der Reutlinger Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti im Wahlkreis auf Tour. Dabei war auch die Schließung des Magna-Werks in Bopfingen ein wichtiges Thema.

Bei ihrer Wahlkreistour besuchten sie unter anderem die örtliche IG Metall. Mit dem kommissarischen ersten Bevollmächtigten Kai Burmeister diskutierten sie die derzeitige wirtschaftliche Situation auf der Ostalb und die Auswirkungen der Corona-Krise, aber auch die Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation. Ein wichtiges Thema war die Schließung des Magna-Werks in Bopfingen. „Es ist derzeit typisch, dass Firmenstandorte in Deutschland geschlossen werden. Oft werden hierbei verschlafene Transformationsprozesse auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Wir brauchen eine dringende Verbesserung der Mitbestimmung - gerade auch bei Standortschließungen oder der strategischen Ausrichtung“, so Niebius in einer Pressemitteilung über die Wahlkampftour. Für die jetzigen Beschäftigten des Magna-Werks brauche es vor allem klare Perspektiven. Über Magna sprachen Tatti und Niebius auch mit Gunter Bühler. Im Gespräch mit dem Bopfinger Bürgermeister ging es vor allem über die wirtschaftliche Zukunft des Standorts. Eine Ansiedlung neuer Unternehmen komme für die Beschäftigten zu spät, die bei Magna jetzt ihren Job verlieren. Trotzdem freue man sich, dass das Thema jetzt auf Kreisebene zur Chefsache erklärt wurde. Neben dem Bopfinger Wirtschaftsstandort ging es auch um die Auswirkungen der Corona-Krise. „Große Einigkeit bestand dabei darin, dass den Menschen eine klare Öffnungsperspektive gegeben werden müsse und die dringend benötigten finanziellen Hilfen endlich bei den Betroffenen ankommen“, so heißt es in der Mitteilung.

Im Gespräch schwenkten die drei Politiker auch auf die für den ländlichen Raum wichtige Digitalisierung und die europäische Außenpolitik ab. „Es freut mich, dass man auch abseits der verschiedenen Parteibücher Einigkeit in der Sache finden kann“, kommentierte die Bundestagsabgeordnete Tatti das Gespräch mit dem CDU-Bürgermeister. Teil der Tour war auch ein Gespräch mit einem Gastronomen der Aalener Innenstadt. „Derzeit wird viel über die Gastronomie gesprochen. Wichtig sei, dass man auch miteinander spricht“, so Tatti in dem Pressebericht. Hier ging es um die Novemberhilfen, die teilweise immer noch nicht ausgezahlt wurden. Der Betreiber des Lokals werde noch durchhalten können, für andere Gastronomen sehe die Situation schlechter aus.

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