Jürgen Blankenhorn

Etwas außer Atem erreichten die über 1000 Teilnehmer den vom Narrenbaum gezierten „Wasen“ in Schloßberg. Dort wurden sie von Dieter Gerstel und Präsident Andy Kauffmann sowie zahlreichen Besuchern mit ihren jeweiligen Schlachtrufen lautstark und begeistert begrüßt – und so etwas für die vorangegangenen Strapazen entschädigt.

Nachdem sich die Verantwortlichen wieder auf die Ursprünge besonnen haben, startete der Umzug beim Marienheim. Angeführt von der Burgnarrenstandarte und dem Prinzenpaar samt ihrem Hofstaat machte sich der farbenfrohe, aus 22 Gruppen und Zünften bestehende Gaudiwurm auf den beschwerlichen Weg hoch zur Stauferhalle.

Angefeuert und gefeiert wurden sie dabei von den entlang der Strecke dicht gedrängt stehenden Zuschauern, denen die bis aus der Schweiz Gruppen und Zünfte ein närrisches Spektakel boten. Menschliche Pyramiden, akrobatische Kunststücke oder die von Schwefelschwaden umgebenen Fachsenfelder Schloßhexa. Witzig, die Steffeleshexa des Sulzbacher Carnevalsverein, wurden von Christbäumen begleitet. Toll auch der Beitrag der Mögglauer Remsgöggel mit ihren Einradfahrern und Bracken. Originell auch die „Oifach nur Gugga“ der DJK Flochberg oder die Spebuaba Westhausen. Die weiteste Anreise hatte die auffallendste Gruppe, die Trychler fründe Arose. Unentwegt läuteten sie ihre am Joch getragenen riesigen Glocken. Ihnen schien auch der Weg bergauf nichts auszumachen.

Schon vormittags begann die Party rund ums Marienheim und Schützenhaus in Schloßberg. Die große After-Umzugs-Party fand dagegen wie gewohnt in der Stauferhalle statt. Neben Narren aus dem benachbarten Zünften feierten auch die Narrenzunft Bobohle aus Rot an der Rot, die Namenskollegen, der Narrenverein Schloßberg-Hexen aus Oberstadion, die Krottalach Hexa Razenburg und die Breintenbrunner Dorfbachfurzer ausgelassen, dass sie das Ziel, die Stauferhalle erreicht haben.

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