Gelebte Inklusion in der Stadt

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 Die neue Außenwohngruppe in Bopfingen ist eingeweiht. Vier Bewohner finden dort ihr Zuhause.
Die neue Außenwohngruppe in Bopfingen ist eingeweiht. Vier Bewohner finden dort ihr Zuhause. (Foto: Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Mitten in der Bopfinger Innenstadt hat die Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb eine neue Außenwohngruppe. Vier Menschen mit Behinderung haben in der „Alten Schule“ ihr neues Zuhause gefunden.

In den renovierten Räumen im ersten Obergeschoss der „Alten Schule“ ist ein neues Zuhause für Christa Schöter, Beate Arslan-Müller, Melitta Schmidt und Andreas Schneid entstanden. Alle vier Bewohner sind schon lange in Bopfingen zu Hause. Nach dem Auszug aus dem Wohnheim „Haus an der Eger“ nutzen sie jetzt ihre Chance in einer zentrumsnahen Außenwohngruppe, die ein Leben mit mehr Selbstständigkeit ermöglicht. Die Räume bieten für alle ein eigenes Zimmer, Gemeinschaftsräume teilen sie sich, wie auch das gemeinsame Kochen. Stundenweise werden sie von den Mitarbeitenden unterstützt, begleitet und gefördert.

Gisela Graf-Fischer, Bereichsleiterin Wohnen in der Behindertenhilfe Ostalb, bedankte sich bei der Einweihung bei allen, die das Wohnprojekt unterstützt haben. Den Bewohnern wünschte sie, dass die Euphorie und Begeisterung weiter anhalte und sie in der neuen Wohnung ihr Zuhause und ihre Heimat finden werden.

„Herzlich willkommen in der Nachbarschaft zum Rathaus“, begrüßte Bürgermeister Gunter Bühler die neuen Nachbarn. „In einem der schönsten Häuser der Stadt“, sei nun ein normales Leben möglich. Zentrumsnah können alle wichtigen Einrichtungen erreicht werden.

Für den Landkreis überbrachte Simone Götz, Leiterin des Geschäftsbereichs Soziales, die besten Wünsche. Die Samariterstiftung habe mit der Außenwohngruppe ein Kleinod geschaffen – ein weiterer guter Schritt zur Inklusion.

Dass die Außenwohngruppe „Altes Schulhaus“ nicht das letzte Projekt zwischen evangelischer Kirchengemeinde und der Behindertenhilfe Ostalb sei, betonte Pfarrer Steffen Schmid. Die neuen Bewohner sollen mitten im Leben von Jung und Alt ankommen. Stellvertretend für die Bewohner sagte Beate Arslan-Müller: „Wir sind sehr froh, mitten in der Stadt wohnen zu dürfen. Wir fühlen uns schon jetzt sehr wohl hier.“

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