Die Spuren der Alb zu lesen verstehen

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Der Wangener CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser liest aus seinem Buch über die Schwäbische Alb vor.
Der Wangener CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser liest aus seinem Buch über die Schwäbische Alb vor. (Foto: Bauch)
Freier Mitarbeiter

Jahrtausende der Geschichte haben ihre Spuren auf der Schwäbischen Alb hinterlassen. Wer die Spuren zu lesen vermag, kann viel über diese Kulturregion lernen. Raimund Haser, Autor und CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Wangen im Allgäu hat die raue und schöne Natur- und Kulturlandschaft für ein Buch näher unter die Lupe genommen.

Menschheitsgeschichte hat sich auf der Alb abgespielt

Raimund Haser liebt neben der Politik und der Stubenmusik auch das Schreiben. In Bopfingen stellt er sein Buch „Spuren lesen auf der Schwäbischen Alb“ vor. In der Lesung gibt Haser einen Einblick in diese raue und schöne Natur- und Kulturlandschaft. Als Kulisse für die Lesung hat er den Ipf gewählt. Vor mehr als 30 Zuhörern im nachgebauten keltischen Herrenhaus auf dem Freigelände unterm Ipf liest und zeigt Haser, was ihn an der Alb beeindruckt.

„Das Thema des Buchs ist die Schwäbische Alb als eine von Menschen gestaltete Kulturlandschaft. Neandertaler, Kelten, Alemannen, Römer, Ritter und Adelsleute – sie alle waren schon auf der Schwäbischen Alb zu Hause. In der Neuzeit haben Kirche, Militär, Landwirtschaft und Industrialisierung ihre Spuren hinterlassen. Auch Gegenwart und Zukunft werden nicht spurlos an ihr vorbeigehen. Die Schwäbische Alb aber bleibt immer das, was sie seit jeher war: rau und schön – eben eine von Menschenhand geprägte Natur- und Kulturlandschaft, die nicht ohne Grund auch der Unesco als auszeichnungswürdig aufgefallen ist“, so Haser.

Der Autor legt in seinem Buch auf Ästhetik Wert – sowohl in der Schrift als auch in den Bildern. Die Worte erzählen eine Geschichte über die Alb. Die Bilder zeigen nicht einfach Menschen oder einzelne Häuser, sondern die Landschaft in ihrer Schönheit. Der Fotograf Günther Bayerl wurde 1983 in Aalen geboren. Seine speziellen Aufnahmetechniken verleihen den Landschaften einen spektakulären und oft fremdartigen Eindruck.

Von der Idee bis zur Veröffentlichung sind über drei Jahre ins Land gegangen. „Einer der Gründe waren die tollen Aufnahmen“, so Haser. Selbstverständlich komme auch der Ipf in dem Buch vor, betont der Autor. Hasers Hommage an die Ostalb verfehlt seine Wirkung an die Zuhörer nicht. Am Ende seines Vortrags bekommt man das Gefühl, ein Teil der Zukunft der Schwäbischen Alb zu sein, die man gerade erlebt.

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