Die Burgruine muss saniert werden

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 25 Jahre gibt es den Förderverein Burgrunie Flochberg, die Ritter der Flochberg kamen im Jahr 2000 dazu.
25 Jahre gibt es den Förderverein Burgrunie Flochberg, die Ritter der Flochberg kamen im Jahr 2000 dazu. (Foto: Martin Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Im Jahr 1150 ist Schloss Flochberg zum ersten Mal erwähnt worden. Dagegen nehmen sich 25 Jahre, die es den Förderverein Burgruine Flochberg gibt, bescheiden aus. Doch der Verein leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Burgruine und ihrer weitläufigen Anlage auf dem Schlossberg. 2003 ist der Verein alleiniger Besitzer der Anlage. Am 12. Juli 2003 wurde die Burg Flochberg vom Fürsten zu Oettingen Wallerstein an den Förderverein übergeben, nachdem sie über 700 Jahre im Besitz der Fürstenfamilie gewesen war.

Jetzt feiert der Förderverein also sein 25-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsveranstaltung in der Schranne im Rathaus bildete den Auftakt zu einer ganzen Serie von Veranstaltungen. Der Vorsitzende des Fördervereins, Martin Dreher, gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Vereins und die vielen Maßnahmen zur Erhaltung der Burgruine. 1995 seien die ersten Weichen zur Sanierung der Mauerreste gelegt worden. Danach kam die Beleuchtungsanlage und die Sanierung des Zugangswegs.

Sanierung sollte so früh wie möglich beginnen

Einen weiteren Höhepunkt erlebte der Förderverein mit der Gründung der historischen Gruppe „Ritter der Flochberg“ im Jahre 2000. Die Gemeinschaft ist ein wertvoller Kulturbotschafter des Fördervereins und durch die vielen Aktivitäten weit über die Region hinaus bekannt. Vor allem an den Bopfinger Heimattagen unterhalten die Ritter die zahlreichen Besucher mit ihren Schwertkämpfen. Einmal wöchentlich trainieren die „wackeren Recken“ den sicheren Umgang mit ihren Schwertern und Schildern.

Die Burg Flochberg stellte der Bopfinger Geschichts- und Heimatforscher, Gerhard Schmid, in den Mittelpunkt seines Jubiläumsvortrags. Anhand eines von ihm gefertigten, maßstabsgetreuen Modells, zeigte er per Video die wahren Ausmaße der einst mächtigen Burganlage.

In einem weiteren Vortrag erläuterte Franziska Wisotzki vom Ingenieurbüro Wurst und Wisotzki aus Bietigheim-Bissingen, die anstehenden Sanierungsmaßnahmen. Im konkreten Fall geht es um die Nordwand, die bereits stark verwittert ist. „Loses Mauerwerk könnte zur Gefahr für Besucher werden“, sagte Wisotzki. Sie empfiehlt eine möglichst rasche Sanierung der Nordwand. Von der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg gab es bereits eine Zuschusszusage für das Vorhaben, das 265 000 Euro kosten soll. „Das ist ein großer Brocken für unseren Verein“, sagte Dreher. Unterstützung kann der Verein von der Stadt Bopfingen erwarten. Bürgermeister Gunter Bühler versprach dem Verein, ihm finanziell unter die Arme greifen zu wollen. Schließlich sei die Burgruine ist ein Identifikationsmerkmal für Bopfingen.

Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Davor findet aber noch das Burgfest vom 13. bis 14. Juli auf dem Schlossberg statt.

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