Der Weg zum Schulsport ist gefährlich

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 Deutlich ist der Rost an der Tragekonstruktion zu erkennen.
Deutlich ist der Rost an der Tragekonstruktion zu erkennen. (Foto: Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Der Fußsteg über die Sechta in Oberdorf muss dringend saniert werden. Seit 2015 wird an einem Plan gearbeitet. Seit damals sind die Baukosten um über das Doppelte gestiegen. Die neuen Pläne sehen eine Absenkung der Brücke vor. Eine Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes im Landratsamt Ostalb steht noch aus.

Schon bei der Begutachtung der Fußgängerbrücke 2015 durch ein beauftragtes Ingenieurbüro war die Baufälligkeit offensichtlich. Die eiserne Tragekonstruktion ist stark verrostet. Die Stufen sind verwittert und brüchig. Und neue Gefahr ist im Verzug: Die Holzbohlen lagen stellenweise nur noch lose auf der Brücke. Mittlerweile sind die losen Holzbohlen provisorisch mit neuen Schrauben fixiert worden. Die Situation ist brisant, da die Brücke eine Verbindung für die Schülerinnen und Schülern der Grundschule Oberdorf auf dem Weg zum Schulsport in der kleinen Turnhalle von Oberdorf darstellt.

2015 lautete die Empfehlung der Experten, innerhalb von zwei Jahren eine neue Fußgängerbrücke zu bauen. 2016 wurde dazu ein Entwurf in Auftrag gegeben. Der erste Kostenvoranschlag ging von 41 000 Euro aus. 2017 hat die Stadt Bopfingen hierfür schon 75 000 Euro im Haushalt 2018 eingestellt. Weitere erforderliche Gutachten und Planungen haben die Kosten sogar auf 110 000 Euro geschraubt. Die schlechte Nachricht lautet: Eine endgültige Umsetzung der Baumaßnahme ist auch in diesem Jahr sehr fraglich. Der Bauantrag liegt zur Prüfung beim Landratsamt in Aalen und wird vermutlich abgelehnt werden. Grund ist die geplante Absenkung der Brücke, um einen barrierefreien Übergang zu schaffen. Maßgabe ist hier der maximale Hochwasserpegel, der den freien Durchfluss der Schneidheimer Sechta unter der Brücken regelt. Im Falle Oberdorfs ist diese Vorgabe nicht erfüllt. Die Stadt Bopfingen hat angekündigt, in einem Gespräch Möglichkeiten auszuloten, die noch zu einem schnellen Baubeginn führen könnten.

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