Besucher stürmen das Trochtelfinger Schlössle

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Das Trochtelfinger Schlössle war ein starker Besuchermagnet beim Tag des offenen Denkmals.
Das Trochtelfinger Schlössle war ein starker Besuchermagnet beim Tag des offenen Denkmals. (Foto: Blankenhorn)

Es ist womöglich Trochtelfingens prägnantestes Gebäude – das Stolchsche Wasserschloss. Im Volksmund wird es liebevoll Schlössle genannt. Nachdem es Jahrzehnte in einer Art Dornröschenschlaf verweilte, öffnete der neue Hausherr, Friedbert Vogelgsang, am Tag des offenen Denkmals die Pforten und wurde vom großen Interesse regelrecht überrannt, wie er schmunzelnd zugibt.

„Eigentlich wollten wir von 11.30 bis 17 Uhr öffnen. Aber als ich um 11 Uhr vorfuhr, hatte sich schon eine große Menschenmenge vor dem Tor versammelt.“ Auch Trochtelfingens Ortsvorsteher Ralf Kaske war vom Ansturm überrascht. „Verkehrschaos in Trochtelfingen. So etwas gab hier noch nie. Die Besucher haben sogar auf der B29 geparkt.“

Eine Art ewiges Gitarrenkonzert

Trotz der teils chaotischen Park- und Verkehrssituation ging es im Schlössle ruhig zu. Es schien fast so, als würde das Gebäude seine Ruhe auf die Besucher abstrahlen – wie es sie auch in seinen Bann zog. In sehr persönlichen Worten informierte Vogelgsang eloquent, geistreich und witzig und einem Strahlen in den Augen über seine Pläne. Statt Bäume sollen sieben Stelen die künftige Zufahrt zieren. Ihm sei es wichtig, dass sich die Nutzung an die bestehenden Gegebenheiten anpasst, und nicht umgekehrt, sagte er. Außerdem möchte er hier später mit meiner Punkband auftreten. Dem Gitarristen schwebt eine Art ewiges Gitarrenkonzert vor. „Dazu brauchen wir nur Gitarristen, die bereit sind rund um die Uhr zu spielen. Dazu noch einen Youtube-Kanal. Und dann geht’s los. Wenn wir uns einmal einen Namen gemacht haben, werden sicher auch große Musiker vorbeikommen, um bei diesem längsten Konzert der Welt mitzumachen.

Beim Gang durch die Gebäude stellte sich dann so mancher Gast die berechtigte Frage wann denn das später sei. Auch hier ist der Architekt und Hausherr optimistisch. „20, 22, spätestens 25 soll alles fertig sein. Nein, nicht Jahre, ich meine 2020, 2022 oder 2025.“ Mit Kreisbaumeister Alfons Hug hat Vogelsang einen kompetenten Partner an seiner Seite. Die Unterstützung seitens der Bevölkerung sei riesig.

Und was sagten die Besucher zum Schlössle? Die waren schlichtweg begeistert. Begeistert von der Chance das Gebäude erstmals von innen zu sehen, von den Plänen Friedbert Vogelgsangs und von den kleinen Details wie das in den Fenstersims eingelassene Waschbecken oder das Freisitz-WC für dessen Gebrauch man schwindelfrei sein sollte.

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