Seit zehn Jahren wird in der alten Trocknungsanlage bei Aufhausen nicht mehr gearbeitet.
Seit zehn Jahren wird in der alten Trocknungsanlage bei Aufhausen nicht mehr gearbeitet. (Foto: Bauch)
Freier Mitarbeiter

Seit Ende Juni 2008 ist die alte Trocknungsanlage bei Aufhausen außer Betrieb. Jetzt soll das verfallene Fabrikgebäude abgerissen und das komplette Gelände renaturiert werden.

Seit zehn Jahren wird im Bopfinger Gemeinderat über die Zukunft der ehemaligen Trocknungsanlage bei Aufhausen diskutiert. Eine vernünftige Verwendung für das Gebäude und das Gelände konnte bisher noch nicht gefunden werden. Jetzt aber kommt Bewegung in die Sache – allerdings in ganz anderer Form. Die Trocknungsanlage, die früher der Trocknungsgenossenschaft Bopfingen gehörte, wird abgerissen. An ihrer Stelle soll ein Feuchtbiotop entstehen. Die betonierten und asphaltierten Zufahrten sollen ebenfalls entfernt werden. Eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern soll der Natur zurückgegeben werden.

Die Entscheidung für den Abriss hat mehrere Gründe. Zum einen ist das Fabrikgebäude in einem so maroden Zustand, dass eine Sanierung der großen Halle nicht mehr lohnenswert wäre. Zum anderen bietet sich das Gelände als Ort für eine notwendige Ausgleichsmaßnahme an.

Ausgleichsmaßnahme für die VAF-Betriebserweiterung

Im aktuellen Fall geht es um die Betriebserweiterung der Firma VAF in Bopfingen. Die inzwischen abgeschlossene Baumaßnahme greift in ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet rund um die Burgruine Flochberg ein. Betroffen ist eine Fläche von 0,4 Hektar.

Die Firma VAF muss einen Teil der Kosten für Ausgleichsmaßnahmen tragen. Die Art des Verwendungszwecks steht der Stadt offen. „In diesem Falle macht sie genau an der Stelle der ehemaligen Trocknungsanlage am meisten Sinn“, meint Bürgermeister Gunter Bühler. Zudem spült die Ausgleichsmaßnahme Punkte auf das Ökobilanzkonto der Stadt.

Die Abbruchmaßnahme ist umfangreich. Die Halle umfasst 6250 Kubikmeter umbauten Raum. 20 Tonnen Asbest, 100 Tonnen Altholz sowie 300 Tonnen Asphalt und 160 Tonnen Bauschutt müssen entsorgt werden. Für den Abbruch hat die Stadt Bopfingen bereits 150 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt.

Ein überraschendes Nebenangebot kam von der Firma AK Abbruch Kling aus Ellenberg. Diese gab ein Angebot von knapp über 70 000 Euro ab. „Wir haben das Angebot geprüft und auch ein Gespräch mit dem Bestbieter geführt. Dieser konnte uns das Angebot überzeugend und plausibel erklären“, so Bopfingens Bürgermeister Bühler. Er hat zusammen mit dem Gemeinderat entschieden, der Firma die Abbruchmaßnahme an die Hand zu geben. Die Trocknungshalle soll nun zeitnah abgerissen werden. Für den Abbruch werden rund zwei Monate Zeit veranschlagt.

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