Unser Bild zeigt von links Pfarrer Hubert Klimek von der Kirchengemeinde Flochberg und Domkapitular i.R. Hubert Bour. (Foto: Bauch)
Schwäbische Zeitung
Martin Bauch

Es ist einer der Höhepunkte in Flochbergs Veranstaltungskalender und der christliche Höhepunkt in der Region schlechthin: Das Wallfahrtsfest. Jährlich pilgern mehrere hundert Gläubige zur Wallfahrtskirche in Flochberg, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern. In der bis auf den letzten Platz belegten Kirche hielten Pfarrer Hubert Klimek und der Domkapitular i.R. Hubert Bour den Wallfahrtsgottesdienst. „Es freut mich, dass sich diese Wallfahrt über die Jahre zu einem wirklichen Fest aller Generationen entwickelt hat“, sagte der Vorsitzende der Kirchengemeinde Flochberg, Thomas Kaufmann. Pfarrer Klimek kann auf die stolze Zahl von 45 Ministranten aller Altersklassen blicken, die sich für das christliche Geschehen in ihrer Gemeinde interessieren. „Wir sind stolz darauf, dass das Wallfahrtsfest in Flochberg zu einem der wenigen großen und schönsten Kirchenfeste in unserer Region zählt“, meint Kauffmann. Dieses Fest sei vergleichbar mit einem weiteren großen Wallfahrtsfest, der Pater Philipp Jeningen-Wallfahrt in Ellwangen.

Traditionell findet das Wallfahrtsfest am zweiten Sonntag im September statt. Das Fest wird zurückgeführt auf die wundersame Erscheinung Mariens auf dem sogenannten Roggenacker bei Flochberg und die damit in Zusammenhang stehende Heilung eines schwer erkrankten zehnjährigen Jungens im späten 16. Jahrhundert. Auf dem Roggenacker entstand zuerst eine Kapelle, später wurde an gleicher Stelle die Wallfahrtskirche gebaut.

Ein weiterer Höhepunkt am Wallfahrtsfest ist die alljährlich stattfindende Lichterprozession nach Einbruch der Dunkelheit. Begleitet wird sie von Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine. Flochbergs Pilger und Gäste hatten im Anschluss an die Lichterprozession und dem Gottesdienst im gleich neben der Wallfahrtskirche aufgebauten Festzelt, die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein. Der Erlös aus dem Fest geht übrigens in den Topf zur finanziellen Unterstützung der Außenrenovierungsarbeiten der Wallfahrtskirche.

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