Nach dem Ausstieg des bisherigen Bestattungsunternehmens steigen in Adelmannsfelden die Kosten.
Nach dem Ausstieg des bisherigen Bestattungsunternehmens steigen in Adelmannsfelden die Kosten. (Foto: Hoppe)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Der Gemeinderat Adelmannsfelden musste sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Bestattungskosten beschäftigt. Nach dem Ausstieg des bisherigen Bestattungsunternehmens aus der Gräberstellung und -pflege auf den Friedhöfen in Adelmannsfelden musste die Gemeinde jetzt neue Vertragskonditionen mit dem Nachfolgeunternehmen aushandeln. Die Kosten für den Grabaushub oder auch die Errichtung einer Urnengrabstätte werden in diesem Zuge kräftig ansteigen.

Schlechte Nachrichten für das Bestattungswesen in Adelmannsfelden. „Das bisher bei uns tätige Bestattungsunternehmen hat fristgerecht zum 31.Dezember 2018 seinen Werkvertrag aufgekündigt. Als Grund hat die Firma die fehlende Wirtschaftlichkeit angegeben“, erklärte Bürgermeister Edwin Hahn in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Trotz mehrerer Gespräche habe sich das Unternehmen laut Hahn nicht dazu bewegen lassen, die Herstellung des Grabaushubes mit geänderten finanziellen Konditionen weiter zu übernehmen. Die Verwaltung habe sich deshalb auf die Suche nach einem Nachfolger begeben müssen. „Die Resonanz von anderen Firmen auf unsere Nachfrage war ernüchternd“, informierte Hahn. Lediglich die Firma Krauß aus Aalen habe Interesse gezeigt und so zumindest für ein positives Ergebnis in den Bemühungen der Verwaltung gesorgt.

Anders sieht es allerdings bei den neuen Gebühren für Grabarbeiten aus. „Die laut dem Angebot der Firma Krauß geforderten Gebühren für den Grabaushub sind zum Teil deutlich höher. Dies liegt zum Teil an der etwas anderen Ausgestaltung der Leistungen, zum anderen aber auch daran, dass die bisherigen Gebühren in den letzten zehn Jahren nicht mehr an die marktüblichen Preise angepasst wurden“, so Hahn weiter

Alte Verträge mit den Kirchen sollen auf den Prüfstand

Damit steigen die Preise für die Erstellung einer Grabstelle für Erwachsene zum Beispiel um über 200 Euro auf 833 Euro – ohne eventuelle Nebenkosten. Die Kosten für Errichtung einer Urnengrabstätte steigt sogar um weit über das Doppelte auf künftig 476 Euro.

Die Entscheidung, dem neuen Werkvertrag zuzustimmen, fiel dem Gemeinderat Adelmannsfelden dann auch erwartungsgemäß nicht leicht. „Wir werden aber wohl oder übel diesen neuen Konditionen zustimmen müssen“, sagte Gemeinderat Werner Kiesel.

Eigentlich gehören die Friedhöfe auf Gemeindegebiet Adelmannsfelden den zuständigen Kirchengemeinden. Allerdings, ein alter, schon über viele Generationen gültiger Vertrag zwischen der Gemeinde und den Kirchengemeinden sieht vor, dass der Grabaushub Sache der Gemeinde ist. „Diesen alten Zopf gilt es einmal durchzuschneiden“, so die einhellige Meinung des Gemeinderates der die alten Verträge auf die heutige Umsetzbarkeit prüfen lassen möchte.

Sowohl der evangelische Kirchengemeinderat Adelmannsfelden-Pommertsweiler als auch der katholische Kirchengemeinderat Pommertsweiler-Adelmannsfelden haben mittlerweile das Einvernehmen zum Abschluss des Werkvertrags erteilt.

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