Welch ein Schreck: Selma Sulzbach, gespielt von Ingrid Stegmaier glaubt, dass ihre Freundin Karin, gespielt Melanie Meißner (li
Welch ein Schreck: Selma Sulzbach, gespielt von Ingrid Stegmaier glaubt, dass ihre Freundin Karin, gespielt Melanie Meißner (links) eine Mörderin ist. (Foto: Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Mit einer humorvollen Verwechslungskomödie haben die Theatergruppe Nachtgrabba und der Gesangverein Pommertsweiler ihre zahlreichen Gäste unterhalten. Das Stück „Lass die Sau raus!“ („… oder jetzt sind wir tierisch vegetarisch“ ) in drei Akten von Andreas Wening war ein tierisch gutes Bühnenprogramm. An die 250 Zuschauer kamen zur ersten Aufführung.

„Wir hatten ehrlich gesagt nicht schon am ersten Aufführungstag mit so viel Publikum gerechnet“, sagte die Vorsitzende des Gesangvereins Pommertsweiler, Barbara Tragenkranz. Die Besucher jedenfalls taten gut daran, sich das Bühnenstück der Theatergruppe Nachtgrabba in der Turn- und Festhalle von Pommertsweiler anzusehen. Die Theaterspieler waren in bester Spiellaune.

Im Mittelpunkt des Bühnenstücks steht nicht das „Vegetarische“ an für sich, sondern nur das mit einem „halben Ohr“ Zuhören. Ein falscher Moment hier, ein Wörtchen verkehrt gedacht und fertig ist ein handfestes Missverständnis. Rund um die Theaterfamilie Heppner entwickelt sich eine Verwechslungskomödie ungeahnten Ausmaßes. Zunächst erwischt Karin Heppner, gespielt von Melanie Meißner, den Hofhund Josef scheinbar dabei, wie er den Riesenrammler des Nachbarn Sulzbach genüsslich verspeist. Um dies zu vertuschen, beauftragt Karin ihren Gatten damit, einen neuen Riesenrammler zu besorgen und den getöteten beim alten Weiher zu begraben. Dieses Gespräch bekommt die beste Freundin von Karin, Selma Sulzbach (Ingrid Stegmaier), mit und zieht ihre verhängnisvollen Schlüsse daraus: Demnach besteht kein Zweifel, dass Karin ihren Schwiegervater Erwin Heppner (Bernhard Gruno) um die Ecke gebracht hat. Norbert Heppner, klasse gespielt von Dennis Vogel, hat mittlerweile eine Sau angeschleppt. Die er zum Missfallen seiner Frau Karin verwöhnt. Ein Streit bleibt nicht aus und schon wieder fällt der eine oder andere Satz, den Selma und Lotte Reischel (Andrea Bernlöhr) in den falschen Hals bekommen. Nun glauben die beiden Frauen, Norbert hätte eine Affäre mit Anita, So heißt die Sau nämlich.

Erlös ist für zwei soziale Einrichtungen bestimmt

An diesem heillosen Durcheinander sind auch Sohn Marco Heppner (Mario May), Georg Sulzbach, der Ehemann von Selma (Joe Hägele), der Metzger Hannes Wetzstein (Benjamin Rall) und Eheberaterin Anita Amaryl (Birgit Schäfer) beteiligt. Die Regisseure Monika Fischer und Simon Balle haben es verstanden, den Charakteren im Stück die richtigen Theaterspieler zuzuordnen. Gute Arbeit haben auch die Souffleuse Manuela Leese und Jenny Härer und Sabine Schürle von der Maske geleistet. Der Erlös aus den Aufführungen geht an das Hospiz in Ellwangen und den Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm.

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