Paul Groll: Mal so – mal so

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Paul Groll präsentiert vom 30. März bis zum 22. April seine neuesten Werke in der Abtsgmünder Zehntscheuer.
Paul Groll präsentiert vom 30. März bis zum 22. April seine neuesten Werke in der Abtsgmünder Zehntscheuer. (Foto: Paul Groll)
Aalener Nachrichten

Öffnungszeiten: samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Fast genau 16 Jahre ist es her, dass der Lauchheimer Künstler Paul Groll, dessen Schaffen weit über die Region hinaus bekannt ist, in Abtsgmünd ausgestellt hat. Höchste Zeit, dies zu ändern. Nun zeigt Groll vom 30. März bis zum 22. April seine neuesten Arbeiten in der Zehntscheuer.

Die Vernissage findet am Mittwoch, 27. März, um 19.30 Uhr statt. Die Einführung hält die Kunsthistorikerin Sabine Heilig, musikalisch umrahmt wird der Abend von den Brüdern Orlando und Co. mit italienischen Klängen.

Die Werke des Malers und Zeichners Paul Groll kreisen fast alle um das Thema menschliche Figur. Mal verbirgt er sie in spontanen Farbspuren, mal formt er mit einer Kontur den Körper scheinbar präzise, mal sind es nur Fragmente, mal nur Anspielungen. Seine Bilder leben von der Farbe, seine Zeichnungen von Hintergründigkeit und Poesie.

Grolls Figuren sind geprägt von großen Augen, großen Händen sowie von den lachenden und großen Mündern. Diese Motive zeigen sich etwa in seiner neuen Serie „Las Meninas“, die auf dem gleichnamigen Bild des spanischen Malers Diego Velázquez von 1656 basiert. Darin variiert Groll das Motiv der Königstochter. Seine wiederkehrenden Elemente müssen jedoch oftmals erst gefunden werden, was bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk gelingt.

Sehen und gesehen werden

Es ist das Sehen und Gesehenwerden, das ein Bild fordert und dazu lädt der Maler ein: zu einer intensiven Betrachtung. Dem Betrachter rät Groll, keinen Abstand von seinen Bildern zu nehmen, sondern Stück für Stück die Strukturen, Farben und Linien zu entdecken. „Man muss nicht immer alles verstehen, wichtiger ist es zu empfinden und zu spüren, was das Bild mit einem macht“, erklärt Groll.

„Bei jeder Ausstellung tritt man aufs Neue gegen sich selbst an. Der Künstler muss erkennen, dass das letzte Wort immer das Bild hat“, so Groll. Als sich die Maler noch in der stilgeprägten Eigengesetzlichkeit von Malerei bewegten, hatte die Malerei eine Richtung. Heute hat sie keine Richtung mehr, das macht sie so anspruchsvoll. Und so versucht Groll das Bild in den Griff zu bekommen und malt, mal so – mal so.

Öffnungszeiten: samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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