Das Kettenkarussell nach alter Bauart war beim Straßdorfer Sommerfest ständig in Betrieb.
Das Kettenkarussell nach alter Bauart war beim Straßdorfer Sommerfest ständig in Betrieb. (Foto: Fath)
Wolfgang Fath

Am Wochenende ist das kleine Straßdorf wieder Treffpunkt für unzählige Besucher gewesen, die noch ein urgemütliches und bodenständiges Sommerfest zu schätzen wissen.

Seit über 40 Jahren stellen die derzeit 37 Bewohner mit ihren Freunden und Helfern ein über die Region hinaus beliebtes Sommerfest auf die Beine. Die Vorstellung eines alten handwerklichen Berufes gehört dabei zum Straßdorfer Fest von Beginn an dazu. Die Pflege der bäuerlichen und handwerklichen Traditionen, Gebräuche und Sitten haben sich die Verantwortlichen des Geselligkeitsvereins schon bei Gründung des Vereins in ihre Statuten geschrieben.

Ein Korbmacher, ein Seiler, ein Bürstenbinder oder ein Rechenmacher waren schon da; es wurde gebuttert, Holz mit dem Pferdefuhrwerk geschleift oder mit alten Dreschflegeln gedroschen. Wer sich für alte Handwerkskunst interessierte, wurde auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. Zu bewundern waren kunstvoll geschnitzte Krippenfiguren aus Holz von Alfred Häußler aus Sulzbach-Laufen.

Natürlich kommen jedes Jahr auch die auswärtigen ehemaligen Straßdorfer dazu und helfen mit ihren Familien mit, denn sonst wäre das Fest nicht zu meistern. Entsprechend groß war wieder der Andrang in den vergangenen drei Tagen. Dieter Hofer, Vorsitzender des Geselligkeitsvereins, war auf jeden Fall zufrieden. Es stimmte alles, vom Wetter angefangen bis hin zu den vielen Besuchern. „Zelt voll“„ hieß es bereits am Freitagabend bei der zünftigen Bierprobe mit dem Musikverein Pommertsweiler unter der Leitung von Simone Kiesel.

Fußballteam kommt mit Aufsitzrasenmähern

Knapp 200 große Hitzkuchen haben die fleißigen Frauen der Straßdorfer am Freitagnachmittag vorbereitet und am Abend im alten Holzbackofen gebacken. An allen drei Tagen gab es die Straßdorfer Hähnchen vom Grill. Sehr guten Zuspruch fand der Tanzabend mit der Kapelle Voyage am Samstagabend. Und zum Festausklang am Sonntagabend spielte die Kapelle Kir Royal.

Am Sonntag trafen sich schon traditionsgemäß die Hobbykicker aus der Umgebung um ihren Turniersieger zu ermitteln. Dieses Mal waren es sieben Teams, die jüngsten Teilnehmer vom 1. FC Aufsitztraktor aus Pommertsweiler waren sogar mit mehreren Aufsitzrasenmähern nach Straßdorf gefahren.

Ein besonderer Magnet war wieder das einfache, von Hand angetriebene Kettenkarussell unter einem besonders mächtigen alten Birnbaum. Hier zeigte sich, dass man den Kindern unter den Festbesuchern durchaus auch mit einfachen Dingen Spaß und Freude bereiten konnte. Das nostalgische Gerät war ununterbrochen belegt. Und es fand sich immer jemand, der es manuell in Bewegung setzte.

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