Neue Flusslandschaft ensteht

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 Ein schöner Naherholungsplatz ist an der Mündung der Lein in den Kocher entstanden. Bürgermeister Armin Kiemel hat mit Vertrete
Ein schöner Naherholungsplatz ist an der Mündung der Lein in den Kocher entstanden. Bürgermeister Armin Kiemel hat mit Vertretern des Regierungspräsidiums die Uferbepflanzung mit einer Vogelbeere ergänzt. Im Hintergrund sind das Sportgelände und das Schulzentrum zu sehen. (Foto: Dieter Volckart)
Dieter Volckart

Die Kocheraue ist um eine Attraktion reicher geworden. In unmittelbarer Nähe zum Sport- und Schulgelände haben Vertreter von Regierungspräsidium, Gemeindeverwaltung und Gemeinderat, sowie der beteiligten Firmen den neu gestalteten Mündungsbereich von der Lein in den Kocher der Öffentlichkeit übergeben.

„Wir haben den beiden Flüssen ein naturnahes Gewässerbett zurückgegeben und wertvolle Lebensbereiche für Tiere und Pflanzen geschaffen“, stellte Rudolf Uricher vom Regierungspräsidium fest. „Die Feinarbeiten werden wir jetzt der Natur überlassen.

Die Bevölkerung wird auf diese Weise eine lebendige und sich verändernde Flusslandschaft mitten in Abtsgmünd erleben können. Der Fischereiverein hat übrigens schon in den vergangenen Wochen einen Eisvogel beobachtet.

Laichplätze und Kinderstuben für Fische

Mit dieser Maßnahme hat der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart ein deutlich breiteres und strukturreicheres Gewässerbett hergestellt. Kieselinseln und Steinbänke sorgen zudem für mehr Strömung und Durchlüftung. Bäume, welche der Verbreiterung der Talaue weichen mussten, wurden als sogenanntes Totholz im Gewässer eingebaut und sind nun neben Flachwasserzonen und Stellen mit größerer Wassertiefe Rückzugsmöglichkeiten, sowie Laichplätze und Kinderstuben für Fische.

An den Ufern wechseln sich Steilhänge mit flachen Böschungen (Prall- und Gleithang) ab. Mit Hilfe der neu gepflanzten Bäume soll sich ein gewässerbegleitender Ufersaum entwickeln. Auf rund 500 Flussmetern wurden rund 30 000 Kubikmeter Erde entnommen. 6000 davon werden als Untergrund für den von der Gemeinde vorgesehenen Bau eines Rettungszentrums auf der anderen Seite der B 19 eingearbeitet. Der Landesbetrieb Gewässer hat rund 1,3 Millionen Euro in diese Maßnahme investiert. Die Gemeinde hat im Gegenzug das Ufergrundstück zur Verfügung gestellt. Der Abtsgmünder Bürgermeister Armin Kiemel bedankte sich beim Land für die gewährten Zuschüsse und nannte die neu gestaltete Talaue einen wunderschönen Flecken und eine tolle Aufwertung“.

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