Mentalmagier entführt Abtsgmünder ins Reich des Unmöglichen

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 Mit verbundenen Augen schaffte es Christoph Kuch, den berühmten Rubik-Zauberwürfel wieder in die Ausgangsstellung zu bringen.
Mit verbundenen Augen schaffte es Christoph Kuch, den berühmten Rubik-Zauberwürfel wieder in die Ausgangsstellung zu bringen. (Foto: Fath)
Wolfgang Fath

Mit viel Charme und Augenzwinkern hat der Mentalmagier Christoph Kuch am Freitagabend die Besucher in der Abtsgmünder Zehntscheuer an die Grenze zwischen Realität und Fiktion geführt. „Ich weiß“ heißt sein Programm – und er wusste alles bis auf die Lottozahlen. Dies hatte er dem Publikum aber gleich zu Beginn mitgeteilt, um keine falschen Hoffnungen aufkommen zu lassen.

Der Auftakt des magischen Abends ging daneben, aber eben nur auf den ersten Blick. Ein Zuschauer sollte sich eine Zahl ausdenken. Christoph Kuch betonte, dass er diese erraten können. Beide schrieben sie – jeweils nicht sichtbar für den anderen – auf und präsentierten sie dem Publikum: der Zuschauer seine Zahl 87 und Christoph Kuch gleich 16 Zahlen, aber eben nicht die 87. Doch dann verblüffte Kuch, der 2012 den Weltmeistertitel der Mentalmagier errungen hatte, die Zuschauer. Denn die 16 Zahlen, welche er in einem Quadrat präsentiert hatte, waren doch nicht zufällig. Die Quersummen – horizontal, vertikal und diagonal, die Summe der Eckzahlen und die Summen der einzelnen Quadrate – ergaben immer die Zahl 87.

Zuschauer waren stille Helden des Abends

Bei den Vorführungen mussten natürlich immer wieder die Zuschauer herhalten und die waren dann die stillen Helden des magischen Abends. Eine Frau und ein Mann aus dem Publikum sorgten für grenzenloses Erstaunen, als der Mentalmagier scheinbar ihre beiden Gedanken miteinander verband: Die Frau schrieb dann die PIN-Nummer, die der Mann im Kopf hatte, auf ein Blatt Papier. Kuch verblüffte außerdem, indem er eine geometrischen Form mit einer Zahl in der Mitte erriet, die eine Zuschauerin zu zeichnen hatte.

Ebenso faszinierend war ein Hütchentrick, bei dem vier Pappbecher aufgestellt wurden. Unter einem der Hütchen steckte ein massiver Zimmermannsnagel. Mit voller Wucht schlug er jeweils auf den Becher und das Publikum wartete auf einen Schmerzensschrei. Der natürlich ausblieb, denn Kuch traf dabei immer die leeren Pappbecher bis auf den letzten, der den massiven Nagel enthielt.

Christoph Kuch sagt von sich selber, dass er keine übersinnlichen Fähigkeiten habe, er nutze nur Methoden der Psychologie und der Illusion. Mit seinem Programm unterhielt er von der ersten bis zur letzten Minute und führte das begeisterte Publikum an die Grenzen der Realität. Er brachte sie zum Staunen und ließ die Zuschauer Dinge erleben, die sie nicht für möglich gehalten hätten.

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