Kolpingsfamilie feiert 70 Jahre

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 Ehrungen bei der Kolpingsfamilie Abtsgmünd: von links Vorsitzender Wolfgang Haas, Franz Heim, Martin Kalatschek, Paul Gschwinde
Ehrungen bei der Kolpingsfamilie Abtsgmünd: von links Vorsitzender Wolfgang Haas, Franz Heim, Martin Kalatschek, Paul Gschwinder und der zweite Vorsitzende Gotthard Bieg. (Foto: Wolfgang Fath)
Wolfgang Fath

15 Neuaufnahmen hat die Abtsgmünder Kolpingsfamilie in ihrem 70. Vereinsjahr zu verzeichnen. Bei der Hauptversammlung im Josefhaus sind langjährige Mitglieder, darunter zwei Gründungsmitglieder, geehrt worden.

Das 70. Vereinsjahr sei kein Jubiläumsjahr, dennoch wolle man die Hauptversammlung über das Formale hinaus etwas feierlicher gestalten als sonst, sagte Vorsitzender Wolfgang Haas bei der Begrüßung. Nach dem ausführlichen Tätigkeitsbericht von Schriftführer Peter Remmler legte Kassierer Wolfgang Starz in seinem umfangreichen Kassenbericht die finanzielle Situation der Kolpingsfamilie und der Peruhilfe dar. Dabei zeigte er auf, dass die Hilfen und Spenden der Kolpingsfamilie nahezu zu 100 Prozent direkt in Peru ankommen. Über 73 000 Euro seien 2018 nach Peru überwiesen worden. Sein Bericht fand die uneingeschränkte Zustimmung der Kassenprüfer Achim Bihr und Karl Bieg.

Neues Projekt in Lima

Der verantwortliche Projektleiter für die Peruhilfe, Peter Remmler, informierte über die Aktivitäten der einzelnen, von der Kolpingsfamilie unterstützten medizinischen und sozialen Projekte wie zum Beispiel der Policlinico „Espiritu Santo“. 750 000 sei wieder die Zahl des Jahres 2018, denn diese Zahl repräsentiere die Anzahl der Patienten, die letztes Jahr in Arequipa behandelt worden seien, betonte Remmler. Er informierte auch über das neue Projekt in der peruanischen Hauptstadt Lima. In der medizinischen Station „El Augustino“ sei nun der Betrieb aufgenommen worden und man rechne mit rund 500 Patienten, die dort täglich versorgt werden können. Im letzen Jahr habe man dort die Einrichtung von neun Behandlungszimmern mit knapp 30 000 Euro unterstützen können, sagte Remmler.

Über die Patenkinder der Kolpingsfamilie informierte der zweite Vorsitzende Gotthard Bieg. Derzeit betreue die Abtsgmünder Kolpingsfamilie 36 Patenkinder in Peru, betonte er.

Erinnerung an Peru-Reise

Bieg hatte auch für diese Hauptversammlung wieder eine Powerpoint-Präsentation über die Höhepunkte des vergangenen Jahres aufbereitet, wobei auch die Perureise im August letzten Jahres mit eindrucksvollen Bildern über das bisher Erreichte sowie die segensreiche und weiterhin unermüdliche Arbeit von Pater Josef Schmidpeter vor Ort eindrucksvoll dargestellt worden sind. Für die Seniorengruppe sprach Karl Ringler, für den Familienkreis Wolfgang Starz. Renate Mikusch berichtete über die Aktivitäten der Strickgruppe und der Kreativgruppe, Peter Kommander über die Meditationsgruppe.

Vorsitzender Wolfgang Haas stellte in seinem Bericht das Jahresmotto „ In der Gegenwart die Zukunft im Blick“ in den Vordergrund. Die Kolpingsfamilie sei auch in der Lage, große Veranstaltungen durchzuführen, sagte er, denn dies habe die Veranstaltung mit Pater Anselm Grün gezeigt. Grußworte sprachen Bezirksvorsitzender Dieter Legner sowie der Vorsitzende des Patenvereins, der Kolpingsfamilie Aalen, Martin Joklitschke. Altbürgermeister Georg Ruf erinnerte in einem kurzen Vortrag an die vergangenen 70 Jahre der Abtsgmünder Kolpingsfamilie.

Mit Martin Kalatschek und Martin Rosner ehrte Wolfgang Haas zwei Gründungsmitglieder, die bei der Gründung am 31. Juli 1949 im ehemaligen Gasthaus Blümle dabei waren. Für 60 Jahre Vereinstreue sind Paul Gschwinder und Wolfgang Angstenberger geehrt worden, für 25 Jahre Franz Heim.

Mit 48 schon fest eingeplanten Veranstaltungen im Jahr 2019 gehört die Abtsgmünder Kolpingsfamilie über die Region hinaus zu einer der aktivsten Kolpingsgruppen überhaupt.

Bei den Neuwahlen wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: Wolfgang Haas als Vorsitzender, Gotthard Bieg als zweiter Vorsitzender.

Wolfgang Starz als Kassierer und Peter Remmler als Schriftführer und Ansprechpartner für die Peruhilfe. Als Beisitzer sind Renate Mikusch, Karl Ringler, Karl Bieg, Peter Kommander, Elisabeth Pfisterer, Helga Schranz und Elke Winter gewählt worden sowie Achim Bihr und Guido Haas als Kassenprüfer.

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