Gemeinde berät Schulentwicklungsplan

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Seit 2016 hat Abtsgmünd 11 Millionen Euro in die Sanierung der Friedrich-von-Keller-Schule investiert.
Seit 2016 hat Abtsgmünd 11 Millionen Euro in die Sanierung der Friedrich-von-Keller-Schule investiert. (Foto: Gemeinde Abtsgmünd)
Wolfgang Fath

Betreuung und Bildung seien für die Gemeinde Abtsgmünd ein hohes Gut, für welches man in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches finanzielles Engagement erbracht habe. Das hat Bürgermeister Armin Kiemel in der Sitzung des Gemeinderates betont, welche wegen der Corona-Schutzbestimmungen erneut am Montagabend im Ausaal der Kochertalmetropole stattgefunden hat.

Dies belegten dann auch die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung, darunter der über 40-seitige Schulentwicklungsplan der Gemeinde für 2020/2021, erstellt und erläutert von der Referentin für Familie und Bildung, Sonja Rettenmaier.

Derzeit gehen 1211 Schüler in Abtsgmünd zur Schule, davon 258 in die Grundschule und 953 in die weiterführenden Schulen. Bei den weiterführenden Schulen liegt der Anteil der auswärtigen Schüler bei 65 Prozent.

Es sei nicht einfach, die landespolitischen Vorgaben zu verfolgen und aus den zahlreichen Neuerungen die richtigen Entscheidungen zu treffen, sagte Sonja Rettenmaier. Ein Problem sind die drei Grundschulen in den Teilorten Hohenstadt, Pommertsweiler und Untergröningen. Diese gehören zu den kleinsten im Ostalbkreis. Während die Grundschule in Abtsgmünd im nächsten Jahr mit voraussichtlich 156 Schülern in jeder Klassenstufe zweizügig geführt werden kann, müssen die Grundschulen in Hohenstadt (35 Schüler), Pommertsweiler (14 Schüler) und Untergröningen (44 Schüler) jahrgangsübergreifend geführt werden.

Die Gemeinde wird, so Bürgermeister Armin Kiemel, weiterhin bestrebt sein, auch die drei kleinen Grundschulen nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ zu erhalten und deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Der Grundschule Untergröningen (Sonnenschule Untergröningen ) ist im April dieses Jahres vom Schulamt als Ganztagsschule genehmigt worden.

In den Umbau und die Erweiterung der Friedrich-von-Keller-Schule zur Ganztagsschule sind seit Frühjahr 2016 nun fast elf Millionen Euro investiert worden.Die dortige Werkrealschule wird im kommenden Jahr 82 Schüler haben, die Realschule 429 Schüler.

Am Sankt Jakobus-Gymnasium werden im kommenden Schuljahr 442 Schüler unterrichtet werden, bei 87 Anmeldungen wurden 59 Schüler aufgenommen.

Der Gemeinderat nahm den vorgelegten Schulentwicklungsplan zustimmend zur Kenntnis.

Walter Schittenhelm (Freie Wähler) und Petra Hermann (CDU) lobten den wieder sehr detaillierten Bericht. Im Hauptort Abtsgmünd gibt es neben dem Kinderhaus in kommunaler Trägerschaft noch den Kindergarten der Evangelischen Kirchengemeinde Abtsgmünd-Leinroden-Neubronn Regenbogenhaus sowie den Kindergarten Sankt Josef der Katholischen Kirchengemeinde.

Zur Finanzierung der Betriebsausgaben gewährt die bürgerliche Gemeinde einen Gesamtzuschuss in Höhe von 87 Prozent. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die von beiden Kirchengemeinden vorgelegten Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2019.

Der ausgewiesene Abmangel für den Evangelischen Kindergarten „Regenbogenhaus“ beträgt 237 924 Euro, der Gemeindeanteil hierzu 208 361 Euro.

Beim Katholischen Kindergarten Sankt Josef beträgt der Abmangel 430 984 Euro, der Gemeindeanteil 387 375 Euro. Hier fällt für 2019 noch eine Restzahlung der Gemein de in Höhe von rund 67 375 Euro an, da seit September 2019 eine Kleingruppe, die zu einer vierten Gruppe ausgebaut werden soll, eingerichtet worden ist.

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, das Sanierungsgebiet Abtsgmünd-Nord um das Areal Rathaus mit Rathausplatz zu erweitern.

Wegen der derzeit beengten Raumverhältnisse soll nach dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr in das neue Rettungszentrum im Gewerbegebiet Osteren das Rathaus umgebaut werden.

In Abtsgmünd gibt es seit dem 30. Mai keine neuen mit dem Corona-Virus Infizierte mehr. Derzeit befinden sich auch keine Personen in häuslicher Isolation.

Die Gemeinde wird auch für den Monat Juni, wie zuvor für April und Mai, auf die Erhebung von Benutzungsgebühren für die Kinderbetreuungseinrichtungen verzichten.

Das Abtsgmünder Hallenbad bleibt für die Öffentlichkeit bis nach den Sommerferien geschlossen, da die geforderten strengen Hygienevorgaben zu hoch sind und ein öffentlicher Badebetrieb somit derzeit finanziell nicht darstellbar ist. Es werden jedoch Schwimmkurse in Kleingruppen angeboten.

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