DRK-Rettungswache in Betrieb genommen

Marc Sachsenmaier (Leiter des Rettungsdienstes), Moritz Häcker (Notfallsanitäter), Lisa Hermes (Notfallsanitäterin in Ausbildung
Marc Sachsenmaier (Leiter des Rettungsdienstes), Moritz Häcker (Notfallsanitäter), Lisa Hermes (Notfallsanitäterin in Ausbildung), Bürgermeister Armin Kiemel, Dr. Eberhard Schwerdtner (1. Vorsitzender DRK Aalen), Matthias Wagner (Kreisgeschäftsführer DRK Aalen), Christoph Thome (ärztlicher Leiter für den Notfalldienst und Oberarzt am Ostalbklinikum), Raimund Eberhard (Notfallsanitäter) und Georg Maier (Wachenverantwortlicher in Ellwangen) (v.l.n.r.) freuen sich über die moderne DRK-Rettungswache im linken Gebäudeteil. Die DRK Ortsgruppe Abtsgmünd findet im rechten Gebäudeteil ihre neue Heimat. (Foto: Gemeinde Abtsgmünd)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Das DRK Aalen hat die neue Rettungswache im Rettungszentrum Abtsgmünd in Betrieb genommen. Ab sofort wird diese an 24 Stunden, sieben Tage die Woche mit Notfallsanitätern und, tagsüber zusätzlich mit einem Notarzt, im Bereitschaftsdienst besetzt sein.

Rechnerisch 14 Vollzeitkräfte sind notwendig, um die Rettungswache rund um die Uhr betreuen zu können. Das DRK Aalen ist damit die erste der drei Blaulichtorganisationen, die das Rettungszentrum Abtsgmünd beziehen konnte. Durch die Bauweise mit ADK-Modulen war es möglich, das Gebäude innerhalb nur weniger Monate fertigzustellen.

Das Gebäude beherbergt nun im linken Teil hauptamtliches Rettungspersonal des DRK Aalen und im rechten Teil die ehrenamtlichen Helfer des Ortsvereins Abtsgmünd. Das DRK befindet sich im Westen des rund 7300 Quadratmeter großen Baugrundstückes auf einer Grundfläche von mehr als 430 Quadratmetern und beinhaltet insgesamt vier Fahrzeugboxen mit Technik- und Lagerräumen im Erdgeschoss sowie Büro-, Sozial- und Sanitärräume im ersten Stock.

Zwei Garagen sind für die hauptamtlichen Profis reserviert und werden mit einem Rettungswagen und einem Notfalleinsatzfahrzeug belegt sein. Die Ehrenamtlichen der Ortsgruppe Abtsgmünd erhalten die anderen zwei Boxen. Eine für den bereits vorhandenen Krankentransportwagen und eine Garage für einen späteren Mannschaftstransportwagen.

Bürgermeister Armin Kiemel zeigt sich bei seinem Besuch hocherfreut über die neuen und modernen Räumlichkeiten und ließ nochmals in aller Kürze die Entstehungsgeschichte des Rettungszentrums Revue passieren: Nachdem in den ersten Jahre „nur“ von einem neuen Feuerwehrgerätehaus die Rede war, machte Bürgermeister Kiemel selbst während einer Klausursitzung des Gemeinderates 2015 den Vorschlag für ein gemeinsames Blaulichtzentrum.

Nach einer sehr langen und komplexen Planungs- und Genehmigungsphase, bei der mehrere Fachbehörden intensiv involviert waren, erhielt die Gemeinde Abtsgmünd am 13. März 2019 die Baugenehmigung aus den Händen des damaligen Landrats Klaus Pavel. Nach sehr umfangreichen, vorbereitenden Erdarbeiten gab die Gemeinde Abtsgmünd schließlich im vergangenen Frühjahr den Startschuss für das Großprojekt.

Einweihung muss ausfallen

Das architektonisch ansprechende Rettungszentrum Abtsgmünd werde vor allem für die Bürgerinnen und Bürger gebaut. Es sei nun sehr wertvoll, dass sich die Einsatzzeiten innerhalb der Gemeinde drastisch verringern werden, so Bürgermeister Kiemel. Abschließend sprach er den Anwesenden noch seinen Dank für die tatkräftige Unterstützung während des kompletten Prozesses aus und wünschte dem DRK Aalen einen guten Start und eine erfolgreiche Arbeit in der neuen Heimat.

Dr. Eberhard Schwerdtner, 1. Vorsitzender des DRK Aalen, lobte das Engagement der Gemeinde und hob die positive Entwicklung des Ortsvereins hervor. Er bedauerte, dass die geplante Einweihung am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, coronabedingt leider nicht stattfinden kann.

Die offizielle Einweihungsfeier für das gesamte Abtsgmünder Rettungszentrum mit Feuerwehr, Polizei und DRK soll, vorbehaltlich Corona, am ersten Juliwochenende stattfinden. Denn auch der Rest des Rettungszentrums nimmt derzeit immer weiter Gestalt an. Aktuell finden im Gebäudeinnern die Ausbauarbeiten statt und die Außenanlagen werden gerade asphaltiert und gepflastert. Ende Mai soll das gemeinsame Gebäude von Feuerwehr und Polizei bezugsfertig sein.

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