Bürgermeister Armin Kiemel (unten links), Hans Ebert von der Firma Hans Ebert GmbH, Klaus Deis von BFI Zeiser und der Fischerei
Bürgermeister Armin Kiemel (unten links), Hans Ebert von der Firma Hans Ebert GmbH, Klaus Deis von BFI Zeiser und der Fischereiverein Untergröningen freuen sich über die Fertigstellung des Stahlweihers. Der neue Mönch wird zum Einstau mit Brettern und Sägemehl abgedichtet. Das Gitter dient dem Ablaufschutz des Mönches durch den Biber. (Foto: Gemeinde Abtsgmünd)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Jüngst ist der sanierte Stahlweiher in Pommertsweiler wieder eingestaut worden. Nun kann er vom Fischereiverein Untergröningen genutzt werden.

Die umfangreiche Sanierung des Stahlweihers in Pommertsweiler ist, bis auf wenige Restarbeiten, abgeschlossen. Somit konnte nun mit dem Einstau begonnen werden. Die Gesamtkosten der Weihersanierung belaufen sich auf mehr als 600 000 Euro, teilt die Gemeinde mit. Darunter fallen unter anderem die umfangreiche Entlandung des Sees, die tiefgreifende Ertüchtigung des Dammes, der Neubau einer Hochwasserentlastungsanlage sowie der neue Grundablass.

Bereits beim Kauf des Stahlweihers vor mehr als zehn Jahren wurde festgestellt, dass der Damm des Gewässers in keinem guten Zustand ist. Ursprünglich ging der Abtsgmünder Gemeinderat beim Erwerb des Sees damals davon aus, dass die Sanierung des beschädigten Damms in Höhe von 635 000 Euro vom Land mit 70 Prozent bezuschusst wird. Dies wurde vom Land allerdings abgelehnt. Nach der Weltwirtschaftskrise 2009/2010 konnten aus finanziellen Gründen die Sanierungspläne der Gemeinde vorerst nicht weiterverfolgt werden. Jedoch musste aus Gründen der Sicherheit der Wasserstand um 1,20 Meter abgesenkt und die Hochwasserentlastungsanlage abgebaut werden. Die Wassertiefe maß dadurch 90 Zentimeter.

2017 fand ein Vororttermin mit Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart, des Landratsamts Ostalbkreis, Vertretern des Fischereivereins Untergröningen sowie dem Büro Baader-Konzept statt. Dabei wurden die notwendigen Maßnahmen am Stahlweiher und die Förderungsmöglichkeiten, die zu einer Verbesserung beziehungsweise Aufwertung der ökologischen Situation führen, dargestellt. Die Entlandung des Weihers war über die Stiftung „Naturschutzfonds Baden-Württemberg“ förderfähig. 2018 erhielt die Gemeinde dann aus den Mitteln der Stiftung Naturschutzfond eine Zuwendung in Höhe von rund 224 300 Euro. Dies entsprach einer Förderquote von 70 Prozent.

Um eine ökologische Aufwertung des Stahlweihers als Stillgewässer zu erreichen, wurde zuerst eine umfangreiche Entschlammung der gesamten Wasserfläche durchgeführt. Geschätzte 20 000 Kubikmeter Sedimente wurden ausgebaggert und auf mehr als 14 Hektar landwirtschaftlicher Flächen ausgebracht. Somit wurde der Weiher tiefer und die sommerliche Erwärmung wird zukünftig geringer ausfallen, was wiederum die Wasserqualität deutlich verbessern wird.

Die eigentliche Dammsanierung war nicht förderfähig. Die Bauarbeiten umfassten eine Dammerhöhung und -verbreiterung, die Erstellung eines Lehmschlags zur Abdichtung, den Bau eines Biberschutzes, den Bau einer Hochwasserentlastungsanlage sowie die Herstellung eines neuen regulierbaren Ablaufwerks mit Grundablass (Mönch).

Die Sanierung des Stahlweihers diente dazu, ihn in seinen ursprünglichen Zustand mit einer Wasserfläche von 4,7 Hektar und einem Dauerstauvolumen von 71 500 Kubikmetern zurückzuversetzen. Dass die Arbeiten nun abgeschlossen sind, freut auch den Fischereiverein Untergröningen, der den Weiher für die nächsten 25 Jahre gepachtet hat und diesen nun nutzen kann.

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