„Bitte nicht rööhren“ - Abtsgmünd stellt Schilder gegen Motorradlärm auf

Mit solchen Schildern am Ortseingang will die Gemeinde Abtsgmünd Motorradfahrer zu rücksichtsvollem Fahren auffordern.
Mit solchen Schildern am Ortseingang will die Gemeinde Abtsgmünd Motorradfahrer zu rücksichtsvollem Fahren auffordern. (Foto: Aurelius Maier / Gemeinde Abtsgmünd)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Motorräder, die unverhältnismäßigen Lärm verursachen, sind für die Anwohner an beliebten Biker-Strecken in Abtsgmünd schon seit einiger Zeit eine große Belastung. Um der Lärmproblematik gezielt entgegenzuwirken, hat die Gemeindeverwaltung mit Unterstützung des ADAC an der Ortseinfahrt und -ausfahrt großformatige Hinweisschilder mit Aussagen wie „Bitte nicht röööhren“ und „Easy leiser“ aufgestellt.

Damit will Abtsgmünd ein klares Zeichen gegen unnötigen Motorradlärm setzen und Biker für die Lärmbelastung in Ortslagen sensibilisieren. Bürgermeister Armin Kiemel begrüßt die Initiative des ADAC: „Abtsgmünd ist mit dem wunderschön geschwungenen Lein- und Kochertal ein absolutes Eldorado für Motorradfahrer.

Damit dies auf Dauer so bleiben kann, ist aber eine Rücksichtnahme auf die Anwohner dringend erforderlich. Leider verwechseln manche Motorradfahrer das Kochertal mit dem Hockenheimring und bringen mit ihrem kreischenden Lärm und Geschwindigkeitsrausch eine ganze Branche in Verruf.“

Mit der Teilnahme an der ADAC Kampagne möchte er einen Ausgleich zwischen den Interessen der Motorradfahrer und der Lärmbetroffenen schaffen. Neben einzelnen Ausreißern, die mit aufheulenden Motoren für Krach sorgen, ist auch denjenigen, die ordnungsgemäß unterwegs sind, oft nicht bewusst, dass sie mit der eigenen Fahrweise viel zur Lärm-Entlastung beitragen können. Für die Zukunft wünscht sich Kiemel mehr Rücksicht von den Bikern, wenn sie an schönen Sommertagen oder an Wochenenden zu Hunderten mit ihren Motorrädern durch Abtsgmünd fahren.

An der ADAC Motorradschilder-Kampagne „Bitte leise“ beteiligen sich mehr als 100 Städte und Gemeinden aus ganz Baden-Württemberg. „Die Aktion soll helfen, Fahrverbote zu verhindern und das Problembewusstsein bei den Bikern zu schärfen“, sagt Carl-Eugen Metz,

Vorstand für Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg. Betroffenen Kommunen stellt der ADAC kostenlose Schilder mit verschiedenen Motiven zur Verfügung, die in Eigenregie an neuralgischen Punkten aufgestellt werden. Weitere Partner der Aktion sind das Innenministerium Baden-Württemberg und die Aktionsgemeinschaft „GIB ACHT IM VERKEHR" der Polizei.

Hintergrundformationen zur Aktion gibt es auf www.adac.de/bitteleise

Diese Multimedia-Reportage schildert, wie sich Menschen im Südwesten gegen Motorradlärm wehren und wie Motorradfahrer darauf reagieren.
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