Ausschuss berät neues Friedhofskonzept

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 Auch in Abtsgmünd soll es bald neue Formen der Bestattung geben.
Auch in Abtsgmünd soll es bald neue Formen der Bestattung geben. (Foto: Marion Buck)
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Auch die Gemeinde Abtsgmünd muss der geänderten Bestattungskultur langfristig Rechnung tragen. Der Technische Ausschuss hat deswegen das von Landschaftsarchitekt Andreas Walter vorgestellte Konzept für den Friedhof im Hauptort vorberaten.

Derzeit gibt es auf dem Abtsgmünder Friedhof vier zugelassene Bestattungsformen: Reihen- und Wahlgräber sowie Urnennischen und Urnenwahlgräber.

Neben dem Friedhof in Abts-gmünd unterhält die Gemeinde noch weitere fünf Friedhöfe in den Teilorten. Die Bestattungskultur habe sich auch im ländlichen Bereich stark verändert und man müsse weitere Bestattungsformen anbieten, sagte Bürgermeister Armin Kiemel.

So sollen nun in Abtsgmünd neben bisher möglichen Gräbern künftig auch Bestattungen in Rasengräbern oder Urnenrasengräbern erlaubt sein?

Friedhöfe müssten langfristig geplant werden, sagte Landschaftsarchitekt Andreas Walter vom Planungsbüro aus Westhausen. Der bestehende Friedhof habe für neue Bestattungsformen derzeit genügend Fläche und ein gutes Wegenetz.

Er stellte verschiedene neue Belegungsformen wie Rasengräber, Urnenrasengräber oder bepflanzte Urnenhügel mit Mehrfachbelegung vor, die im Zuge einer Umgestaltung des Friedhofes realisiert werden könnten.

Der Kostendeckungsgrad werde dann jedoch weiter sinken. Man rechne jetzt schon für 2020 nur noch mit 45 Prozent, was auch eine Folge des neuen Haushaltsverfahrens sei, sagte Kiemel. Man müsse derzeit auch davon ausgehen, dass bei den neuen Bestattungsarten die Pflege wegen der einheitlichen Gestaltung an Dritte vergeben werden müsse.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses befürworteten die vorgestellte Friedhofskonzeption und gaben der Verwaltung ein einstimmiges Signal, die Planungen voranzutreiben.

Für Armin Friedrich war es wichtig, dass der Friedhof weiterhin ein würdiger Ort bleibt. Egon Ocker hielt die Umgestaltung ebenfalls für notwendig, verwies jedoch auf den höheren Pflegeaufwand durch die Gemeinde und regte an, deswegen die Kosten für alle Bestattungsformen gleich anzusetzen.

Man könne dies nicht gleichmäßig umlegen, sagte Kiemel, müsse jedoch eine gewisse Nivellierung einfließen lassen.

Einstimmig hat der Technische Ausschuss die Bauarbeiten für die Entlandung des Kotholzweihers für 36 354 Euro an die Firma Gebrüder Eichele aus Untergröningen vergeben. Mit der Maßnahme soll der bisher noch nie entschlammte Weiher eine ökologische Aufwertung als Stillgewässer erhalten.

Der rund 3300 Quadratmeter große Weiher zwischen Leinroden und Laubach gehört der Gemeinde und ist derzeit vom Sportfischereiverein Abtsgmünd bis 2029 gepachtet. Der Weiher soll auf einer Fläche von 2000 Quadratmeter entschlammt werden.

Die anfallende unbelastete Sedimentmenge von rund 1600 Kubikmetern wird auf den Feldern eines interessierten Landwirtes ausgebracht werden. Die Fertigstellung soll bis Ende März erfolgen.

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