Abwasserbeseitigung modernisiert

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 Ortsbaumeister Ralf Löcher, Alexander Hänle, Leiter der Kläranlage Abtsgmünd, Hermann Nagler von der Abwassergemeinschaft Wilfl
Ortsbaumeister Ralf Löcher, Alexander Hänle, Leiter der Kläranlage Abtsgmünd, Hermann Nagler von der Abwassergemeinschaft Wilflingen, Claus-Peter Grimm und Bürgermeister Armin Kiemel (von links nach rechts) nahmen das Pumpwerk in Wilflingen in Betrieb. (Foto: Gemeinde Abtsgemünd)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Mit der Inbetriebnahme des Pumpwerkes Wilflingen sind die Bauarbeiten zur Interkommunalen Abwasserbeseitigung Abtsgmünd – Adelmannsfelden (IA³) nach fünfeinhalb Jahren erfolgreich abgeschlossen. Das teilte die Gemeinde in einem Pressebericht mit. Bürgermeister Armin Kiemel weihte gemeinsam mit Ortsbaumeister Ralf Löcher, dem Leiter der Abtsgmünder Kläranlage Alexander Hänle und Claus-Peter Grimm sowie Hermann Nagler, dem Vorsitzenden der Abwassergemeinschaft Wilflingen, das neue Pumpwerk in Wilflingen offiziell ein. Durch die Inbetriebnahme dieses insgesamt siebten Pumpwerks wurde der vierte und letzte Funktionsabschnitt erfolgreich beendet.

„Auf dem modernsten Stand der Technik“

„Bürgermeister Armin Kiemel zeigte sich, laut Mitteilung sichtlich erfreut und stolz über die Fertigstellung: „Bei der IA³ handelt es sich um die zweitgrößte Baumaßnahme in der Geschichte der Gemeinde Abtsgmünd. Ich freue mich, dass wir die Abwasserwirtschaft in der Gemeinde auf den modernsten Stand der Technik gebracht haben.“

Die Bauarbeiten zur IA³ begannen im Sommer 2013. „Wir schaffen ein langfristiges bauliches Entwicklungspotential für beide Gemeinden“, kündigte Kiemel bereits damals an.

Die vorausgehenden Planungen, Genehmigungen und Zuschussanträge reichten bis ins Jahr 2011 zurück. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Adelmannsfelden und Abtsgmünd wurden drei Kläranlagen zu Pumpwerken umgebaut sowie neue Pumpwerke errichtet, damit die Abwässer zentral in der Sammelkläranlage Abtsgmünd gereinigt werden können. Die Gemeinde verspricht sich davon eine wirtschaftlichere und vor allem umweltfreundlichere Lösung als bei einer dezentralen Struktur. In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass die Gemeinden durch Investition einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität in der Blinden Rot und im weiteren Verlauf des Kochers leisten. Die Gesamtkosten für dieses Infrastrukturprojekt, das vom Land Baden-Württemberg unterstützt wird, belaufen sich auf rund 14,4 Millionen Euro. Damit stellt es nach dem Bau des Sankt Jakobus-Gymnasiums die zweitgrößte Baumaßnahme in der Geschichte der Gemeinde Abtsgmünd dar. Es wurden insgesamt über 16 km Abwasserdruckleitungen und 1,5 km Freispiegelkanäle verlegt. Dazu kommen noch einmal rund 18 km Leerrohre, in die in Zukunft die Glasfaserkabel für den Breitbandausbau verlegt werden.

Das größte Projekt der beiden Gemeinden

In der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden ist die IA³ sogar das größte Projekt. Im ersten von vier Funktionsabschnitten wurde die bestehende Sammelkläranlage ausgebaut. Während des zweiten Bauabschnittes, mit dem im Oktober 2013 begonnen wurde, wurden mehr als elf Kilometer Druckleitungen von den Kläranlagen Adelmannsfelden, Pommertsweiler und Fischhaus zu der Sammelkläranlage Abtsgmünd verlegt. Danach wurden die entsprechenden Sammelkläranlagen in Adelmannsfelden, Pommertsweiler und Fischhaus stillgelegt und die Orte an die neue Kläranlage in Abtsgmünd angeschlossen. Im dritten Abschnitt erfolgte der Anschluss der Hammerschmiede und der Seestaten an das Pumpwerk in Pommertsweiler. Der Anschluss von Wilflingen an die zentrale Abwasserbeseitigung war dann der letzte Schritt in den mehrjährigen Bauarbeiten.

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