Zu spät aufgewacht

Lesedauer: 4 Min

Am Dienstagabend hat der TSV Essingen beim Fußball-Landesligisten SC Geislingen gestestet und ist dem eine Klasse tiefer agierenden Team mit 1:2 unterlegen. Serdal Kocak gelang nur noch der Anschlusstreffer. „Natürlich bin ich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden. Der Gegner hatte schon eine Reihe von guten Möglichkeiten. Es war ein Spiegelbild des Dorfmerkingenspiels: starke 20 Minuten und dann sind wir in eine gewisse Schlampigkeit verfallen“, ärgerte sich TSV-Trainer Erdal Kalin nach dieser Partie.

Die erste Gelegenheit hatten die Gäste. Marc Gallego, der nach seinem Muskelfaserriss nun wieder hergestellt ist, bediente mit einem langen präzisen Ball Serdal Kocak. Dessen Versuch ging aber knapp am Tor vorbei (6. Minute). Drei Minuten später stellte ein Versuch der Gastgeber TSV-Schlussmann Philipp Pless vor keine Probleme. Dann aber wurde es brenzlig. Nach einer Flanke bugsierte Marcel Mädel den Ball an den Essinger Pfosten (15.). Nur eine Minute später vergab auf der anderen Seite Josip Skrobic nach schönem Zusammenspiel von Maximilian Eiselt und Gallego.

Wenn etwas nach vorne ging beim TSV, dann war Gallego mit von der Partie. Seine Ablage schoss Eiselt knapp am Tor vorbei (24.). Doch Geislingen konterte geschickt. Ein langer Ball erreichte Mädel, der diesmal alleine auf Pless zulief und das 1:0 markierte (30.). Doch es sollte vor der Pause noch schlimmer kommen für die Mannschaft von Erdal Kalin. Nach einer Flanke gelangte Yannick Ruther an den Ball und der traf aus spitzem Winkel zum 2:0 (37.).

In der zweiten Halbzeit passierte zunächst nicht viel. Dann aber klatschte ein Versuch von Gallego an den Pfosten (60.). Dieser Pfostentreffer weckte aber zunächst die Gastgeber auf: Pascal Volk schoss aus aussichtsreicher Position im Strafraum über das Gehäuse (65.).

Noch einmal Glück hatten die Essinger nach einem Freistoß von Sezer Güler, der knapp am Gehäuse vorbeistrich (78.). Nur eine Minute später klärte dann Gurrionero auf der Linie nach einem Versuch von Volk für den bereits geschlagenen Jakob Pfleiderer (kam zur Pause). Wieder eine Minute später war der TSV wieder mit dem Glück im Bunde: ein Versuch von Mario Feldmeier landete an der Latte (80.).

Kurz vor dem Ende dann schien Geislingen sein Pulver im wahrsten Sinne verschossen zu haben. Christian Essig bediente Kocak mit einem cleveren Zuspiel und der markierte am Ende dann noch den Anschlusstreffer (87.). Das knappe 2:1 für Geislingen täuscht über den Spielverlauf hinweg. „Ich mache mir noch keine Sorgen. Wir hatten beispielsweise nur drei Mann auf der Bank. Das gilt aber nicht als Ausrede, wir müssen uns dennoch deutlich steigern“, resümierte Kalin.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen