Zu Recht keine Trainerdiskussion beim VfR

Lesedauer: 3 Min

 Sebastian van Eeck
Sebastian van Eeck (Foto: schwäbische.de)
Sportredakteur/DigitAalen

45 Minuten ratlos, planlos und ideenlos. Der VfR Aalen scheint nach dem Pokalaus gegen Backnang und dem 0:1 gegen Fortuna Köln an einem Tiefpunkt angekommen.

Dennoch verwehrt man sich beim Drittligisten zumindest öffentlich einer Trainerdiskussion und das zu Recht. Denn Argirios Giannikis hat nie davon gesprochen, dass es eine leichte Saison werden würde und er hat bewiesen, dass seine Ideen funktionieren können. Vielmehr stellt sich die Frage, ob es ratsam war mit Gerrit Wegkamp und Myroslaw Slavov zwei Stürmer ohne Ersatz in der Hinterhand abzugeben.

Erschwerend hinzu kommen Neuzugänge, die dem VfR noch nicht wirklich weiterhelfen. Exemplarisch dazu der Auftritt von Mart Ristl und Patrick Funk am Samstag gegen Fortuna Köln. Sie sollten dem Team Stabilität verleihen, konnten allerdings gefühlt in Hälfte eins keinen Zweikampf gewinnen . Alleine an den beiden ist der Auftritt sicherlich nicht festzumachen. „Es war keine Mannschaft auf dem Feld“, sagte Hermann Olschewski nach der Partie. Damit hat er freilich recht. Doch damit trifft er nicht nur die Spieler, sondern zwangsläufig auch seinen Trainer.

Beide Parteien sollten nun daran arbeiten, dass ein solcher Auftritt wie in der ersten Hälfte der letzte Ausrutscher bleibt. Ansonsten steht am Ende doch nur noch die Reißleine, so ist das Geschäft nun einmal.

Beschädigt wäre dann aber auch der Vorstand Sport, der vor der Runde den totalen Umbruch samt Trainerwechsel mitinitiiert hat. Von dem Projekt 2. Liga 2021 – geboren im VfR-Präsidium – ganz zu schweigen.

s.vaneeck@aalener-nachrichten.de

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen